Die Berline Staatsanwaltschaft hat nach Informationen von Meedia die Ermittlungen gegen vier Mitarbeiter von VZnet im Zusammenhang mit dem Suizid von Matthias L. bereits im Dezember einstellt. Matthias L. hatte im vergangenen Mai die Daten von über einer Millionen schülerVZ-Nutzer eingesammelt und im Oktober versucht, VZnet mit diesen Daten zu erpressen. Nach seiner Verhaftung im Büro von VZnet erhängte er sich in der Untersuchungshaft.
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VZlog Jahresrückblick: November 2009
Auch im November war der Datendiebstahl, die Erpressung und der anschließende Selbstmord noch immer Thema.
Den Anfang machte Matthias L.s Anwalt Ulrich Dost, der am 3. November in einer Pressemitteilung bekannt gab, dass es kein versuchte Erpressung durch L. gegeben habe und behauptete, dass VZnet “ein Schweigegeld angeboten hat, um das Aufdecken von ‘Sicherheitslücken’ der Plattform in der Öffentlichkeit verhindern zu können”. Das Magazin “Der Spiegel” berichtete dann auch über den Fall, ein ausführlicherer Artikel wurde aber nach uns vorliegenden Informationen aufgrund neuer Entwicklungen in Sachen Opel auf eine Meldung zusammengekürzt.
Rechtsanwalt zeigt vier VZ-Mitarbeiter an
Der Berliner Rechtsanwalt Ulrich Dost hat Anzeige gegen vier Mitarbeiter von VZnet erstattet. In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung dazu heißt es:
Die Verdachtsmomente für die bei der Staatsanwaltschaft Berlin in dieser Woche erstattete Strafanzeige leiten sich aus dem Ermittlungsverfahren ab, das die Staatsanwaltschaft Berlin seit dem 18.10.2009 wegen versuchter Erpressung gegen Matthias L. bis zu dessen Selbstmord in der Untersuchungshaftanstalt geführt hat. In Auswertung dieser Akten ergibt sich gegen einen Mitarbeiter der Verdacht einer falschen uneidlichen Aussage und gegen vier Mitarbeiter der Verdacht der falschen Verdächtigung.