Die erste Hälfte des Oktobers 2009 war für uns alles andere als Spannend, die einzige im Nachhinein noch erwähnenswerte Meldung waren die weiteren Details zu OpenSocial in den VZs. Und der Oktober wäre auch weiter absolut uninteressant geblieben, wären nicht am 16. Oktober bei Netzpolitik.org (und später auch in deutlich geringerer Anzahl) mit einem Bot aus den VZs kopierte Datensätze von über 1 Millionen Profilen aufgetaucht.
Tag Archives: Erpressung
Rechtsanwalt zeigt vier VZ-Mitarbeiter an
Der Berliner Rechtsanwalt Ulrich Dost hat Anzeige gegen vier Mitarbeiter von VZnet erstattet. In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung dazu heißt es:
Die Verdachtsmomente für die bei der Staatsanwaltschaft Berlin in dieser Woche erstattete Strafanzeige leiten sich aus dem Ermittlungsverfahren ab, das die Staatsanwaltschaft Berlin seit dem 18.10.2009 wegen versuchter Erpressung gegen Matthias L. bis zu dessen Selbstmord in der Untersuchungshaftanstalt geführt hat. In Auswertung dieser Akten ergibt sich gegen einen Mitarbeiter der Verdacht einer falschen uneidlichen Aussage und gegen vier Mitarbeiter der Verdacht der falschen Verdächtigung.
DER SPIEGEL: VZnet in Erklärungsnot
In der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL, das für eine nicht ganz unvoreingenommene Einstellung zu StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ bekannt ist, findet sich ein ausführlicher Bericht zum Suizid von Matthias L., der mehrere Millionen Datensätze von VZ-Nutzern kopiert hatte und mit dem Vorwurf der Erpressung festgenommen wurde.
Anwalt: Kein Erpressungsversuch gegen SchülerVZ
Nach dem Suizid vom Matthias L. weißt sein Anwalt Ulrich Dost sämtliche vorwürfe zurück. Es gebe Hinweise darauf, “dass eine Erpressung nicht versucht wurde”, teilte der Rechtsanwalt Ulrich Dost heute mit.
Der Anwalt sagt einer Presseagentur, seinem Mandant sei durch Mitarbeiter von VZnet Netzwerke Ltd. “ein unbeziffertes Zahlungsangebot gemacht worden”. In einem solchen Fall hätte die Zahlungsbereitschaft des Unternehmens vorgelegen, “die folglich nicht mit einer Drohung erzwungen werden musste”.
Mutmaßlicher VZ-Erpresse begeht Suizid
Der mutmaßliche SchülerVZ-Erpresser Matthias L. aus Erlangen wurde in seiner Zelle in Justizvollzugsanstalt Plötzensee tot aufgefunden. Gegenüber dem RBB bestätigte ein Sprecher der Berliner Justiz, dass die Umstände auf eine Selbsttötung hin deuteten. Continue reading
Wer ist der schülerVZ-Erpresser?
Nachdem Matthias L. aus Erlangen in seinem Blog öffentlich dokumentiert hatte, dass er Daten mehrere Millionen Nutzer der VZ-Netzwerke kopiert hat und vergangenen Woche bekannt wurde, dass es weitere solche Listen gibt, versuchte er VZnet damit zu erpressen, dass er die Daten nach Osteuropa verkaufen wird. Seine Forderung: 80.000€.
Kopierte SchülerVZ Daten: Tatverdächtiger festgenommen. (Update)
Wie VZnet heute mitteilt, wurde gestern durch gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Berlin ein Tatverdächtiger ermittelt und durch das Kriminalamt festgenommen. VZnet hat gegen ihn Anzeige erstattet. Für die Anzeige durch VZnet sind wahrscheinlich die Allgemeinengeschäftsbedingungen von SchülerVZ und das Urheberrecht die Grundlage.
Das Blog des zweiten Datensammler Matthias L. aus der Nähe von Nürnberg ist mitlerweile nicht mehr verfügbar.