Anwalt: Kein Erpressungsversuch gegen SchülerVZ

Nach dem Suizid vom Matthias L. weißt sein Anwalt Ulrich Dost sämtliche vorwürfe zurück. Es gebe Hinweise darauf, “dass eine Erpressung nicht versucht wurde”, teilte der Rechtsanwalt Ulrich Dost heute mit.

Der Anwalt sagt einer Presseagentur, seinem Mandant sei durch Mitarbeiter von VZnet Netzwerke Ltd. “ein unbeziffertes Zahlungsangebot gemacht worden”. In einem solchen Fall hätte die Zahlungsbereitschaft des Unternehmens vorgelegen, “die folglich nicht mit einer Drohung erzwungen werden musste”.

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VZs speichern IP-Adressen

StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ speichern schon länger in Vereinbarung mit dem Berliner Landesdatenschutzbeauftragten die IP-Adressen der Nutzer für 5 Tage. Jetzt kann sich jeder Nutzer die Logins der letzten 5 Tage anzeigen lassen, um zu überprüfen ob andere Personen Zugriff auf den eigenen Account haben. Diese Übersicht findet man in allen VZs unter “Mein Account”.

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Erneut 100.000 SchülerVZ-Datensätze aufgetaucht

Dem Bundesverband der Verbraucherzentralen sind über 100.000 Datensätze von SchülerVZ Nutzern zugespielt worden, die auch nicht für alle Profilbesucher sichtbare Daten enthielten. Diese wurde nach Medienberichten bereits im Frühjahr diesen Jahres erstellt, in dem nach dem Geburtsdatum und anderen nicht für alle Nutzer sichtbaren Daten gesucht wurde. Über die “Super Suche” konnte nach einem Geburtsdatum gesucht werden, wobei auch die Nutzer gefunden wurden, welche diese Daten nicht öffentlich zugänglich gemacht hatten. Die Sicherheitslücke, die das Abrufen dieser Information möglich machte, wurde laut VZnet bereits Ende Juli 2009 behoben.

VZs verbessern Sicherheit (Update)

VZnet hat auf allen drei Plattformen Verbesserungen an der Sicherheit vorgenommen.

  • Die nach dem automatisierten Sammeln von Millionen Userdaten in die Kritik geratenen Captchas wurde durch ReCaptcha ersetzt. Bei ReCaptcha handelt es sich um eingescannte Bücher aus US-Universitäten, die aufgrund der schlechten Druckqualität und ihres Alters nicht automatisch digitalisiert werden können. Dabei werden immer zwei Wörter angezeigt: Eines, bei dem bereits eine digitale Version vorliegt und eines, dass noch nicht angeschrieben wurde. Ist das bereits bekannte Wort richtig abgeschrieben, geht die Software davon aus, dass auch das andere Wort richtig abgeschrieben wurde. Wenn ein Wort 5 mal gleich abgeschrieben wurde, wird die Abschrift in die Digitale Version des Buchs eingefügt. So werden wertvoll alte Bücher, von denen häufig nur noch sehr wenige Exemplare existieren, wieder für Neuauflagen und Archivierung nutzbar. Da die Bücher nicht von den speziellen Buchscannern gelesen werden konnten, kann auch das Captcha nicht mit OCR Software erkannt werden. Wie gut das Ergebniss ist, kann man hier sehen. Durch die Nutzung von ReCaptcha z.B. bei Flickr, Facebook, Twitter und Live.com, konnten beriets mehrere Millionen Buchseiten digitalisiert werden.
  • Die neuen Captchas von ReCaptcha werden jetzt öfter angezeigt als die alten Captchas: Bei zu vielen Seitenaufrufen, bei der Gründung von Gruppen, bei Einladungen in Gruppen und bei vielen Suchanfragen.
  • Die mobile Version wird überarbeitet. Wir haben mit “twitter ist gerade” und anderen Projekten schon einige erfahrung mit der mobilen Seite der VZs gemacht, die sich wirklich gut zum automatisieren eignet. Jetzt ist diese nicht mehr verfügbar und wird verbessert. Sobald alle Sicherheitslücken der mobilen Version behoben sind, soll sie wieder verfügbar sein.
  • VZnet hat es zwar nicht bestätigt, aber diese Gerücht ist sehr wahrscheinlich: IP sperren kommen jetzt schneller als bisher. Wenn von einer IP-Adresse mehr als 2000 Profile am Tag aufgerufen werden, wird diese und alle damit genutzten Accounts für 24 Stunden gesperrt. Wenn man sich von einer anderen IP mit einem gesperrten Account einloggt, wird diese ebenfalls gesperrt. Damit soll verhindert werden, dass Datensammler ein große Zahl an Profilen automatisch aufrufen können. Daher soll der Berliner Landesdatenchutzbauftrage dieser Maßnahme und dem Speichern und Auswerten von IP-Adressen für 48 Stunden zugestimmt haben. Allerdings ist davon auszugehen, dass aus dem W-Lan einiger Schulen weit mehr als 2000 Profile am Tag aufgerufen werden. Dass könnte zu Problemen führen. (Siehe Update)

Zusätzlich soll Gerüchten zu Folge eine AGB-Änderung geplant sein, die im Fall von Datensammlern oder ähnlichem eine Vertragsstrafe von 250.000€ vorsieht. Ob diese Abschreckung funktionieren würde ist mehr als fraglich. (Siehe Update)

Es bleibt zu hoffen, dass StudiVZ aus dem Datenskandal gelernt hat und zukünftig mehr wert auf Sicherungsmaßnahmen legt, wie sie ja schon bei den Gadgets geplant ist.

Update: VZnet hat uns gegenüber die angeblich geplante AGB-Änderung dementiert und auch die IP Sperre stimmt nicht so wie beschrieben

Kopierte SchülerVZ Daten: Tatverdächtiger festgenommen. (Update)

Wie VZnet heute mitteilt, wurde gestern durch gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Berlin ein Tatverdächtiger ermittelt und durch das Kriminalamt festgenommen. VZnet hat gegen ihn Anzeige erstattet. Für die Anzeige durch VZnet sind wahrscheinlich die Allgemeinengeschäftsbedingungen von SchülerVZ und das Urheberrecht die Grundlage.

Das Blog des zweiten Datensammler Matthias L. aus der Nähe von Nürnberg ist mitlerweile nicht mehr verfügbar.

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Studie: Mobbing im Internet nimmt zu

Immer wieder hört man in der Presse von Mobbingfällen unter Jugendlichen in den USA oder Großbritanien, die dann meist tragisch geendet sind, wenn sie weltweit bekannt werden. „Es ist im Grunde wie beim normalen Mobbing, nur mit der Möglichkeit der Potenzierung”, sagte der Sprecher der Landesanstalt für Medien NRW. Vor Kurzem hat sich ein 15-jähriges Mädchen aus Groß Britannien wegen der anhaltenden Hetze gegen sie im Internet in das Leben genommen. „In Großbritannien oder den USA wird viel härter gemobbt.” Doch der Trend schlägt sich allmählich auch in Deutschland nieder. Laut einer Studie ist bereits mehr als jeder dritte Jugendlichen von Mobbing im Internet betroffen, sei es als Opfer oder Täter.

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20. Oktober: Die Pietshow kommt zurück

Am 20. Oktober kommt die Pietshow mit neuen Folgen zurück zu StudiVZ. Die Pietshow war, die älteren unter uns werden sich vielleicht erinnern, eine Soap über das seltsame Leben des Studenten Piet, der durch die Wand in die Nachbarwohnung fällt, sich gerne mit Kammeras umgiebt und komische Sachen erlebt, die ihn daran zweifeln lassen, ob das echt ist, was er erlebt. Alles in allem war das weder spannend noch besondern einfallsreich, hat aber anscheinend das Publikum erreicht und zu StudiVZ gelockt. Zumindest kann man das daraus schließen, dass es jetzt, ein Jahr nach dem Start der ersten Staffel, wieder los geht.

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