Kann die neue Strategie der VZ-Netzwerke aufgehen?

Die VZ-Netzwerke verkündeten im Dezember, neben Facebook weiter bestehen zu können und in der “Nische Kommunikation” (Wie kann Kommunikation in einem reinen Kommunikationsmedium eine Nische sein?) erfolgreiche zu sein. Demnach soll Facebook keine Kommunikationsplattform sondern eine reine Datenansammlung sein, neben der sich VZnet gut positionieren könne. Aber stimmt das wirklich? kann dies Strategie aufgehen?

Für ein neues Kommunikationsmedium Nr. 1 gibt es vor allem eine wichtige Bedingung: Sie braucht sehr viele aktive Teilnehmer. Das hatten die VZs vor einem Jahr, vielleicht auch noch vor einem halben, aber kaum jemand schaut noch täglich in seinen VZ-Account, während Facebook überall präsent ist und zumindest bei unseren Autoren genau so zum Arbeitsablauf gehört wie jede Stunde Mails zu lesen, während die VZs auch mal ein paar Tage ungenutzt bleiben.

Um ein Kommunikationsmedium zu sein, muss die Plattform auch technisch darauf eingestellt sein. Facebook ist das seit der erneuerten Nachrichtenfunktion mehr als jemals zuvor, während sich grade in diesem Bereich bei den VZs seit Jahren nichts mehr getan hat. Daran ändert auch der irgendwie dran gebastelte neue Plauderkasten nichts, den er ist nicht wirklich in die Platform integriert. Und da wären wir auch schon wieder beim ersten Punkt: Wer will überhaupt den Plauderkasten benutzten, schließlich ist fast nie jemand online.

Noch haben die VZ-Netzwerke auf dem Papier mehr Benutzer in Deutschland als Facebook, aber auch dies ist nur noch eine Frage der Zeit.

Wir glauben, die VZ-Netzwerke gibt es im Januar 2012 nicht mehr als relevantes Netzwerk und müssen uns fragen, was heißt das für dieses Blog?

In den letzten Wochen gab es schon kaum mehr Nachrichten zu den VZs, was auch ein Zeichen des Niedergangs ist und unsere Leserzahlen entwickeln sich vorallem im Oktober und November 2010 stärker negativ als jemals zuvor (und unsere Leserzahlen haben schon immer eine gewisse parallele zu den aktiven Nutzern der VZs aufgewiesen). Wir haben uns eine Grenzen gesetzt, wann wir praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit schreiben. Das sind für uns 1000 UVs am Tag. Die Frage ist nur, wer geht schneller in die Knie: Unsere Leserzahlen oder die VZ-Netzwerke?

(wir haben übrigens ab Mai ein schönes neues Projekt geplant, dass ohne Fokus auf ein Unternehmen auskommen wird uns in dem VZlog aufgehen wird)

9 thoughts on “Kann die neue Strategie der VZ-Netzwerke aufgehen?

  1. Eure Leserzahlen entwickeln sich seit November so stark negativ, wegen eurer “super” Ankündigung den Blog zu schließen.

    Es war abzusehen, dass das Gesetz erstmal nicht durchkommt. Und wie ernst ihr es mit eurer Schließung gemeint habt zeigt ja auch die Tatsache, dass ihr im Hintergrund weiter Beiträge geschrieben nur diese erstmal zurückgehalten habt.

    Teilweise dauert es Tage, bis Kommentare freigeschaltet werden, das Diskutieren macht also auch kaum Spass. Wenn ihr keine Lust mehr habt, dann sagt es auch so, aber schiebt es bitte nicht immer auf die anderen. Denn wenn euch die Arbeit so viel Spass machen würde, dann würdet ihr einfach den Themenschwerpunkt verschieben. Nicht zu so einem globalen Blog, wie es ihn schon gibt, sondern z.B. erstmal über alle (mehrere) Social Networks berichten.

  2. @Flo: Das dieses Gesetz nicht durchgekommen ist, liegt wohl auch an der tollen negativ-PR dafür durch das VZlog-Team. Weder der AK-Zensur noch die Piratenpartei haben es geschafft, das Thema in die Öffentlichkeit zu rücken. Das war es erst nachdem DPA über die Schließung von VZlog berichtet hat.

  3. Schade, wenn es dieses Blog nicht mehr gibt, aber natürlich haben die VZs kaum noch Relevanz – es macht ja auch niemand ein Blog über die lokalisten.

  4. @ Manu: Du glaubst doch nicht wirklich, dass das VZLog Team auch nur irgendetwas damit zu tun hatte, dass es nicht durchgekommen ist, oder? Sie haben mächtig dafür gesorgt, dass es überhaupt in die Medien gekommen ist, das auf jeden Fall. Aber der Landtag von NRW hat doch schon lange (!!!) vorher angekündigt, das nicht durchzuwinken.

  5. Der Landtag in NRW fand es Anfang November noch toll. Die CDU, weil es ja so toll für die Kinder ist, und die SPD, weil es ein SPD-Gesetz ist. Zusammen haben die eine Mehrheit. Und dann waren da ja noch die Grünen mit ihren “Parlamentarischen Zwängen”, die Zustimmen wollten, obwohl sie dagegen waren.

  6. @Flo: Die Leserzahlen gingen schon vorher Stark zurück, ziemlich parallel zu den Entwicklungen bei den VZs. Wir schreiben weiterhin gerne in diesem und anderen Blogs, deshalb wird auf VZlog auch direkt ein neues Blog von uns folgen, für das wir aber noch neue Autoren suchen und zurzeit mit verschiedenen Dingen experimentieren (Video, Podcast, Artikel von Lesern, etc.)

    Bei den Kommentaren werden wir uns darum bemühen, diese zukünftig schneller freizuschalten.

  7. 2 Kommentare von mir wurden gelöscht.
    Wenn ihr keine Kritik wünscht, dann schaltet die Kommentarfunktion ab.
    Ich verzichte nun auf euren Blog. Ist ja schlimmer als in der DDR.

  8. Pingback: Stephen

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