Von Timo am 3. Februar 2010 um 14:15

Immer wieder wird in den Medien über die von schülerVZ verursachten Probleme in Schulen berichtet, doch Zahlen zum ausmass des Problems sind kaum bekannt. Daher hat VZlog vergangenen Jahr über 400 Schulen in Deutschland (Klasse 5 – 13) angeschrieben und diese gebeten, einen kurzen Fragebogen zum Thema “schülerVZ” auszufüllen. Aus den beantworteten Fragebögen wurden 300 Schulen so ausgewählt, dass das Verhältnis der Schulformen zueinander stimmt. Nach der Auswertung können wir jetzt erstmals relativ genaue genau Zahlen zu Problemen von Schulen im Zusammenhang mit schülerVZ veröffentlichen.

37% der Befragten Schulen geben an, dass sie bereits Probleme in Zusammenhang mit schülerVZ hatten. Der großteil dieser Schulen (34 von 37 betroffenen Schulen) geben an, dass es mindestens einen bekanntgewordenen Mobbingfall unter Schülern an der Schule gab, der auch auf schülerVZ stattfand. Deutlich seltener kommt es vor, dass auch Lehrer vom Mobbing betroffen sind (10 von 37 betroffenen Schulen), wobei allerdings auch häufig persönliche Daten der betroffenen Pädagogen veröffentlicht werden (7 von 37 betroffenen Schulen)

Da diese Statistik auf Angaben der Schulleiter/-innen beruht, gibt es in den meisten Fällen wohl auch Probleme im Zusammenhang mit schülerVZ, welche diesen nicht bekannt sind, so dass es sich bei den in der Statistik auftauchenden Fällen wohl um überdurchschnittlich starke Fälle von Mobbing oder ähnlichem handelt.

Wenn Probleme im Zusammenhang mit schülerVZ bekannt werden, reagieren fast alle Schulen mit einem Gespräch mit den betroffenen Schülern (86%) und häufig auch mit einem Gespräch mit den Eltern der Schüler (62%). 51% der Schulen bestrafen Schüler zum Beispiel durch schlechter Arbeits- und Sozialverhalten Noten oder Strafarbeiten. 16% der von Problemen um Zusammenhang mit schülerVZ betroffenen Schulen geben an, dass es schonmal zu einer Anzeige gegen Schüler gekommen ist, während nur 9% der Schulen das Verhalten im Internet zu einem Thema im Unterricht gemacht haben. Nur ein Prozent der Schulen gibt an, nach dem Auftreten von Problemen VZnet kontaktiert zu haben.

Nur 36% der befragten Schulen haben ein Konzept, wie sie Probleme in Zusammenhang mit schülerVZ und dem sozialen Internet verhindern oder lösen wollen. 29% alle Schulen informieren Schüler über mögliche Konsequenzen eines Fehlverhaltens im Internet, 21% Informieren auch die Eltern. An 17% der befragten Schulen wird das Thema Sozialemedien im Unterricht behandelt, während 4% der Schulen versuchen, ihren Schülern die Nutzung von schülerVZ per Schulordnung zu verbieten.

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Kommentare
Kommentar von Tim Vollmer
am 3. Februar 2010

Verbot von schülerVZ durch die Schulordnung xD

Das können die sowieso nicht verbieten !

Sowas bescheuertes hab ich auch noch nie gehört :D

Kommentar von Alex
am 3. Februar 2010

Also unsere Schule hat sich von jedem Schüler einen Zettel unterschreiben lassen, in dem man zusagt, dass man Twitter, Facebook, MySpace, Spickmich und SchülerVZ nicht nutzen wird bzw. dort vorhandene accounts löschen wird.

Kommentar von Martin
am 3. Februar 2010

Bei uns an der Schule sind einige Lehrer im schülerVZ angemeldet. Die machen Screenshots der Profile von alle Schülern und Drucken die aus. Wenn man ein hassfach angegeben hat, spürt man das in der Schule. Wer bei “was ich nicht mag” einen Lehrer erwähnt, wird zum Direktor bestellt und wer ist einer Gruppe wie “Frau Müller ist die schlimmste Lehrerin an der XYZ Schule” ist, bekommt eine Anzeige wegen Verleumdung.

Kommentar von Timon
am 3. Februar 2010

Wir haben zu diesem Jahr einen neuen Klassenlehrer bekommen, in der ersten Woche haben wir uns selbst Regeln für unser Verhalten im Internet gegeben. Wir haben einen Vertrag mit unseren Lehrern gemacht: Die Lehrer spionieren uns nicht nach und wir schreiben dafür nichts über sie und die Schule im Internet.

Kommentar von Simon W.
am 3. Februar 2010

Bei uns gab es mal eine Gruppe “Deutsch bei Frau XYZ – die Hölle auf Erden”. Die Schulleitung bestellte jeden der in der Gruppe war einzeln zusammen mit seinen Eltern zu sich. Da standen die zu dritt mit einem Anwalt dabei und verkündeten, dass man der Lehrerin Schmerzensgeld zahlen soll oder angezeigt wird. Es war auch die Tochter vom Besitzer unserer Zeitung im Ort dabei, die hat natürlich einen sehr bösen Artikel darüber auf die Titelseite gesetzt. Danach hat man von der Forderung und der Anzeige nichts mehr gehört.

Jetzt bekommen alle Eltern am ersten Elternabend in jedem Jahr Angst gemacht, was alles passieren kann, wenn man seine Kinder ins Internet lässt. Da wird von 100.000 € Schadensersatz gesprochen, weil die Kinder ja alle Musik und Killerspiele tauschen.

Ich werde euch mal den Merkzettel der Schule einscannen und mailen.

Kommentar von Jan
am 3. Februar 2010

voll dumm das lehrer auch zugang zu svz haben^^ ich hatte letztens stress weil ein freund ein video vom (langweiligen) Infounterricht bei facebook hochgeladen hatte und ich ein kommentar dazu geschrieben habe^^

Kommentar von Tim Vollmer
am 3. Februar 2010

Mich interessiert mal, in welchen schulen dieses “verbot” gilt xD

was macht in der freizeit macht hat die lehrer und die schule in keinster weise zu interessieren !!!

Kommentar von Alex
am 3. Februar 2010

An meiner Schule (DHS Aachen) gibt es ein verbot, dass man nicht in sozialen Netzwerken aktiv sein darf, in denen man die Schule angeben muss.

Kommentar von Aaron
am 3. Februar 2010

Wie hohl ist denn das xD “Verbot von SchülerVZ” *lach* solln die Schulen zusehn wie sie klar kommen…die könn den Schülern doch nicht verbieten Kontakt zu Freunden zu halten wobei sie doch immer meinen alle sollen kamaradschaftlich sein…Pff Humbuck

Kommentar von Michel
am 3. Februar 2010

@Tim: Wir haben den befragten Schulen zugesagt, dass wir nicht veröffentlichen, welche Schule wie geantwortet hat.

Kommentar von Toni
am 3. Februar 2010

Ich finde es ja spannend, das es Schulen gibt, die bei Problemen mit sVZ nicht erstmal mit den betroffenen Schülern sprechen. Wahrscheinlich sind das genau die Schulen, die auch die Schüler anzeigen.

Kommentar von mathi m :-)
am 3. Februar 2010

An der Schule meiner Schwester (Lahntalschule) wollte die Schulleitung die Nutzung von SchülerVZ durch einen Vertrag, der mit den Eltern geschlossen wird, verbieten. Hat aber nicht geklappt, weil der Elternbeirat das nicht wollte.

Kommentar von Padi
am 3. Februar 2010

meine Lehrerin hat mich angezeigt, weil ich in einer Gruppe gegen sie war!

Kommentar von Felix
am 4. Februar 2010

des mit dem verbot hat was xD
also ich hab gehört, dass wir in nem freien land leben, in dem es eher weniger Zensur gibt, abba naja die schulen sin ja was andres, die dürfen sich alles rausnehmen
ah ich hab angst, bald wird gefordert, dass man von montag bis freitag in der schule leben muss
naja also ne chance ham se denk ich eh net, odda wolln se die privatrechner der schüler überwachen?

Kommentar von Dennisgamer
am 4. Februar 2010

Einen Vertrag schließen, in keinen Social Networks aktiv zu sein?
Wer will den sowas kontrollieren? :D
Verbieten per Schulgesetz, das ist ein wenig hart finde ich.
Schule ist Schule und danach ist Freizeit.
Mann kann nicht einfach per Schulgesetz regeln was man in seiner Freizeit macht!

Kommentar von Chris H.
am 5. Februar 2010

> Also unsere Schule hat sich von jedem Schüler einen
> Zettel unterschreiben lassen, in dem man zusagt, dass
> man Twitter, Facebook, MySpace, Spickmich und
> SchülerVZ nicht nutzen wird bzw. dort vorhandene
> accounts löschen wird.

omfg! nich im ernst, oder?
lächerlich. ich würd das nie machen und mich warscheinlich auch massivst dagegen wehren..

Kommentar von Juri
am 6. Februar 2010

Es wäre mal interessant zu wissen, welche Schulen soziale Netzwerke verbieten. Am besten in Form einer Liste auf Wikileaks.

Kommentar von Michel
am 6. Februar 2010

Wir müssen zu dem Punkt “Verbot von schülerVZ (Schulordnung)” noch eine Sache klarstellen: Dieser Punkt bedeutet bei einigen Schulen, dass sie verbieten, dass man etwas über die eigene Schule schreibt. Nur eine der befragten Schulen möchte SchülerVZ ganz verbieten (per Vertrag mit den Eltern). Die anderen Verbieten hauptsächlich, dass man mit der Schule verbundene Informationen im schülerVZ veröffentlicht (was bei vielen Schulen dazu führt, dass die Schüler eine andere Schule angeben)

Kommentar von Kampf und Killerbiene
am 7. Februar 2010

Alos ich find des mit dem Verbot scheiße an unserer
schule hat jemand mal mit Amoklauf in Svz gedroht und polizei und so warn an der schule und dann hat sich herausgestellt das es nur schrerz war

Kommentar von Mimi
am 9. Februar 2010

Des is ja voll dumm svz zu verbieten wie wollen die Lehrer de süberprüfen??? Bei uns is des zum Glück net verboten.

Kommentar von franzy
am 17. Februar 2010

sie könns vlt verbieten aba die schüler halten sich eh net dran… so wars bei uns un jetzt ises gespert.

Kommentar von Totti
am 26. Februar 2010

ich hoffe sie machen sooo etwas nicht an unserer schule aber ich würde troztdem im svz bleiben und ein lehre von meiner schule hat auch svz “mies”.

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