StudiVZ muss sich verändern!

Deutschland galt lange als schwierigere Markt für Internationale Socialnetworks, was vorallem an der Dominanz der Deutschen Anbieter – insbesondere StudiVZ – lag. Doch das hat sich jetzt gründlich verändert, aber die deutschen Netzwerke haben die Zeichen der Zeit anscheinend nicht erkannt.

Im Januar 2009 hatte Facebook in Deutschland weniger als eine Millionen Mitglieder, während studiVZ und meinVZ zusammen über 9 Millionen Nutzer hatten. Ein Jahr später haben studiVZ und meinVZ (ohne schülerVZ) etwa 10 bis 11 Millionen registrierte Nutzer, von denen sich über 85% regelmäßig auf der Seite anmelden, und Facebook über 8 Millionen Nutzer in Deutschland, bei denen es über die Aktivität zwar keine Zahlen gibt, die aber vergleichbar sein dürfte.

Facebook ist laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics das bekannteste Soziale Netzwerk in Deutschland (57% der 2000 befragten Internetnutzer über 16 Jahre kennen den Namen), während studiVZ nur 41% bekannt sein soll. Diese Studie ignoriert allerdings meinVZ vollständig, während schülerVZ 20% der Beragten bekannt ist. Noch schlechter sieht es für StudiVZ nach dem “Social Network Barometer” bei der Verbreitung und den Internetnutzern aus: Der Anteil der Befragten, der angibt, ein Profil bei StudiVZ zu haben sank sogar leicht.

Auf tausenden von deutschen Websites finden sich Widgets von Facebook, MySpace, twitter und anderen Diensten und es wird nicht mehr lange dauern, bis jemand ein Facebook-Widget auf ein VZ-Edelprofil klebt. Allein die Verbreitung von Facebook als Verbindung zwischen verschiedenen Websites durch Widgets und Facebook Connect trug einen großen Teil des Wachstums von Facebook bei. Dem hat VZnet nichts entgegenzusetzen und bei dem nicht gerade sonderlich hohen Inovationstempo der Berliner dürfte das auch noch längere Zeit so bleiben.

Deutlich wird die Entwicklung, wenn man sich die Grafik von Goolge Trends anschaut (das Verfahren ist zwar nicht sonderlich genau, zeigt aber die Entwicklung deutlich):

Holger Geißler, Vorstand des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics, sagte zu den Ergebnissen der oben zitierten Studie: ”Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Netzwerke in der Breite der Internetnutzerschaft angekommen sind. Ein deutlicher Beleg hierfür ist das Wachstum von Facebook, das zielgruppenspezifischen Portalen wie StudiVZ, SchülerVZ oder Xing mittlerweile deutlich den Rang abläuft. Es wird interessant sein, mit welcher Strategie die deutschen Platzhirsche dieser Entwicklung begegnen werden.”

Eines steht fest: VZnet muss die Präsens der VZs auf anderen Internetseiten erhöhen und braucht dafür starke Kooperationspartner, wenn man weiterhin Markführer bleiben will. Wenn VZnet so weiter macht wie bisher, könnte Facebook in wenigen Monaten auch alle VZs zusammengenommen überholt haben, was die Nutzerzahlen in Deutschland angeht.

25 thoughts on “StudiVZ muss sich verändern!

  1. Pingback: Julian M.

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  5. Pingback: VZlog

  6. wenn man im januar 2010 svz, meinvz und studivz in der grafik zusammenzählt haben die aber trotzdm mehr als facebook

  7. Endlich hier mal ein Artikel, der nicht alles schön redet. Der Autor hat absolut recht: StudiVZ muss sich jetzt dringend verändern (oder auch ganz neu erfinden, wie es Facebook immer macht)!

  8. Was die VZs brauchen ist eine Art “Login über VZ-Netzwerke”, eventuell auch mit einem Bonus für die Nutzer davon (sollte sich ja bei diesem riesigen Verlagskonzern hintendran gut machen lassen – Rabatt bei paid content, wenn man sich über die VZs einloggt) und Gruppen-Widgets für Internetseiten (“Diese Seite hat X Fans bei #VZ, bei dem der Nutzer zuletzt aktiv war#. Komm in diese Gruppe”)

  9. @Christian Das wird aber nicht mehr lange so sein. sVZ und mVZ zusammen sind schon überholt und die VZs wachsen kaum. Bis Mai hat facebook das auch geschafft.

  10. Tina hat absolut recht. Diese beiden Sachen könnten echt noch was reißen und ein überleben der VZs auch über die nächsten zwei Jahre hinaus sichern.

  11. man sollte nicht vergessen das viele viele User zweispurig fahren … ich habe mich vor 3 wochen auch bei facebook angemeldet ;)

    ich denke VZnet wird noch ein paar Jahre für deutsche User führend sein ( auch wenn die Userzahlen gleichziehen sollten )

  12. Ich habe mich auch vor kurzem bei Facebook angemeldet, bin aber trotzdem mit schülerVZ zufriedener. Ich findes es einfach übersichtlicher und durchschaubarer…

  13. Pingback: Statement zu “StudiVZ muss sich verändern!” | brainhacker.de

  14. Also ich habe es schon bemerkt, dass, als die Apps dann auch im VZ Einzug fanden deutlich eine Masche benutzt wurde um die Nutzer zu behalten, denn Facebook hatte auch schon Apps. Twitter hat es vorgemacht, der Buschfunk und Facebook waren das Ergebnis. VZ muss sich echt was überlegen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mehr VZ nutze als Facebook, da meine Bekanntschaften weiter im VZ vertreten sind als auf Facebook. Eine Neuerung muss her.

  15. Grausamer Artikel; Viele Rechtschreibfehler und auch noch sich selbst eingebracht:

    VZnet verliert Benutzer → VZlog verliert Qualität

  16. DANKE DANKE Christian!
    Die “VZ-Werke” sind ein Unternehmen, die durch die drei Sparten alle Alters- und Interressengruppen abdecken und dadurch zusammen gezählt werden MÜSSEN!

  17. @ Falk & Christian: Auch das ändert aber nichts, dass FB von hinten mit großen Schritten aufholt.
    Man kann natürlich die Augen verschließen und sagen, dass es bestimmt so bleiben wird, oder aber man macht sich jetzt Gedanken, wie man auch wirklich Platzhirsch bleibt. Aber für mich wirkt es so, als hat man sich zu lange auf den Lohrbeeren und dem (verdienten) Platz an der Sonne ausgeruht.

  18. “und Facebook über 8 Millionen Nutzer in Deutschland, bei denen es über die Aktivität zwar keine Zahlen gibt, die aber vergleichbar sein dürfte.”
    Dürfte, Wäre, Könnte.
    Da es keine offiziellen Zahlen von Facebook gibt sind sowohl die 8 Millionen als auch die Aktivität reine Spekulation.
    Die daily visitorts sind deshalb so hoch weil die meisten Facebook Profile google indexiert sind und somit auch Leute mitzählen die überhaupt nicht bei Facebook angemeldet sind.
    Schlecht recherchierter Artikel.

  19. es solte eine anderre fabe in schülervz geben nicht nur pink sondern auch gelb,lila,blau,schwarz,orange,grün,weiß,braun,helblau,rot,dunkelrot,helgrün und noch viele mehr

    aber bitte nicht nur dieses pink!!!

  20. Ich muss ja zugeben, dass ich mich auf die Einladung einer Freundin hin fast bei Facebook angemeldet hätte. Bin ihrem Link gefolgt, hab das Anmeldeformular ausgefüllt und dann “Name nicht erlaubt” und die bitte einen Admin zu kontaktieren.

    Ich hab ein “von der”, also einen kleinen Adelstitel im Namen und damit kommt Facebook wohl nicht klar und denkte man würde für ein Produkt werben.

    Schon beim Namen einen Admin kontaktieren zu müssen ist mir echt zu blöd, da habe ich die Anmeldung sein gelassen.

    Trotzdem denke ich, dass Studi sich mehr vernetzen muss, um weiter Marktführer zu bleiben. Wie wäre beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der Fotocommunity?

  21. ich persönlich finde das vz gerade deshalb attraktiver, weil es eben nicht so extrem vernetzt ist und irgendwie “privater” erscheint. ich bin auch zusätzlich bei facebook, aber dort unter einem pseudonym, weil es mir absolut nicht suspekt ist, was diese vernetzung für kreise zieht. das ständige “neue erfinden” der plattform facebook ist prinzipiell nervig, so sehe ich das jedenfalls. vor allem, weil man irgendwann nicht mehr durchsieht, was jetzt eigentlich für die breite öffentlichkeit sichtbar ist und was nicht. und die entscheidungsfreiheit wird einem in gewisser weise auch genommen, bin ich doch nun bei FB mittlerweile gezwungen, jedem der es möchte meine freundesliste, meine gruppen und meine fanseiten zu zeigen.

    ich jedenfalls mag das vz so wie es ist: strukturierter, übersichtlicher und irgendwie privater.

    so far…

  22. Pingback: Jahresrückblick: Februar 2010 | VZlog

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