Am 3. September kündigte VZnet eine VZ-App für Android sowie Blackberry und Nokia N97 an. Diese Apps waren allerdings nicht mehr als die mobilen Websites in einer Art Browser für die VZs mit automatischem Login.
Ebenfalls am 3. September wurde die Wahlzentrale in StudiVZ und MeinVZ um den Kandidaten Atlas erweitert, in den alle Kandidatinnen und Kandidaten der Bundestagswahl verzeichnet und, wenn vorhanden, deren VZ-Profile verlinkt wurden.
Am 10. September wurde mehrblog.net zu VZlog und wechselten die Farbe von Orange zu Grün (“Grün ist das neue Orange”), was bei einigen unserer Lesern nicht sonderlich gut ankam (immerhin gibt es soweit wir wissen keine Protestgruppen in den VZs
).
Noch mehr neue Inhalte für die Wahlzentrale gab es ebenfalls am 10. September in Form der Soap “Zeit der Entscheidung”, in der nach jeder Folge gezeigt wurde, wie die geschichte weiter gehen würde, wenn eine der großen Parteien ihr Programm vollständig umsetzen würde.
Und noch mehr passierte am 10. September: Facebook und StudiVZ einigten sich, alle Prozesse in Deutschland und den USA zwischen den beiden Unternehmen wurden eingestellt. Facebook hatte StudiVZ in Kalifornien und beim Landgericht Köln mit dem Vorwurf verklagt, StudiVZ habe Design und Code gestohlen. StudiVZ hat dagegen eine Feststellungsklage beim Landgericht Stuttgart eingereicht. Nachdem Facebook auch bei einer Klage in Deutschland keinen Erfolg hatte und der Prozess in den USA noch nicht vorankommt, haben sich jetzt beide Seiten auf die Einstellung der Verfahren und eine Zahlung von StudiVZ an Facebook geeinigt.
Seit dem 17. September können sich die Nutzer der VZs per SMS über neue Nachrichten und ähnliches benachrichtigen lassen.Die SMS-Informationen sind für Kunden von Vodafone, E-Plus und O2 kostenlos, andere Anbieter unterstützen den Service noch nicht. Auch Kunden von E-Plus Resellern (ALDI Talk, BASE etc.) können den Dienst nutzen.
Am 19. September lief der erste Teil der im nachhinein wohl besten TV-Sendung zur Bundestagswahl im (mittlerweile nicht mehr existenten) ZDFinfokanal. In der Sendung “erst fragen, dann wählen” wurden über mehrere Stunden Fragen an Politiker gestellt, die vorher von MeinVZ- und StudiVZ-Nutzern eingereicht wurden. Zuerst wurde über eine Stunde lang Guido Westerwelle (FDP) befragt (“Würden sie für unter 7,50€ pro Stunde arbeiten?” “Ja”), danach folgte Peter Ramsauer(CSU) per Liveschaltung vom Chiemsee, der so lange und unverständlich antwortete, dass auf die Nutzer auf Twitter unter dem Tag #efdw bald nur noch über das Geschehen im Hintergrund (Boot, Hochzeit) sprachen. Der zweite Teil von “erst fragen dann wählen” lief am nächsten Tag mit Politikern der Grünen, Linken und der SPD. Kein anderes Format zur Bundestagswahl hatte eine solche Menge an Informationen und so interessante Antworten durch die Politiker (welche die Fragen vorher nicht kannten, die nicht wie sonst üblich jene Fragen waren, welche die Politiker gerne gestellt bekommen wollten). Es ist wirklich bedauerlich, dass es diese Sendung, wohl auch aufgrund ihrer länge von über 3 Stunden nicht ins ZDF-Hauptprogramm geschafft hat.
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