VZlog Jahresrückblick: November 2009

Auch im November war der Datendiebstahl, die Erpressung und der anschließende Selbstmord noch immer Thema.

Den Anfang machte Matthias L.s Anwalt Ulrich Dost, der am 3. November in einer Pressemitteilung bekannt gab, dass es kein versuchte Erpressung durch L. gegeben habe und behauptete, dass VZnet “ein Schweigegeld angeboten hat, um das Aufdecken von ‘Sicherheitslücken’ der Plattform in der Öffentlichkeit verhindern zu können”. Das Magazin “Der Spiegel” berichtete dann auch über den Fall, ein ausführlicherer Artikel wurde aber nach uns vorliegenden Informationen aufgrund neuer Entwicklungen in Sachen Opel auf eine Meldung zusammengekürzt.

Am 10. November gab dann der Berliner Landesdatenschutzbeauftragte bekannt, dass geprüft werde, ob in dem Datenskandal ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz seitens VZnet vorliegt, da das Unternehmen die Daten seiner Nutzer nicht ausreichend gegen Crawler gesichert haben soll.

Der Anwalt Ulrich Dost meldete sich dann am 13. November erneut als er bekannt gab, dass er Anzeige gegen vier Mitarbeiter von VZnet erstattet hat. Eine Mitarbeiter, nach unseren Informationen jener, der über die Kommentare in L.s Blog mit ihm Kontakt hatte, wirft der Anwalt eine falsche uneidlichen Aussage gem. § 153 StGB vor, was mit einer Freiheitsstraffe von bis zu fünf Jahren bestraft wird. Den anderen Mitarbeitern warf Dost falsche Verdächtigung gem. § 164 StGB vor, was mit einer Freiheistrafe von bis zu 5 Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden kann.

Am 23. November gab VZnet dann den Starttermin für OpenSocial für den 7. Dezember bekannt, ein Betatest werde bereits eine Woche früher starten.

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