VZlog Jahresrückblick: Juni 2009

Der Juni war 2009 der wahrscheinlich de Monat mit den wenigsten Blogposts bei uns, dafür ist aber ziemlich viel passiert.

Am 4. Juni führten die VZs den “Zeiger” für andere Websites ein, der kurzzeitig für alle Internetseiten verfügbar war, bald aber wieder gesperrt wurde. Eine Woche später funktionierte die Funktion dann für einige Blogs, darunter auch unseres, wieder.
Das US-Blog TechCrunch schätzte am 9. Juni den Wert von StudiVZ im vergleich zu Facebook auf 302 Millionen $, wobei TechCrunch zwar sagt, es sei der Wert von StudiVZ ohne die anderen VZs, meinte aber den Wert aller VZs zusammen (also StudiVZ als Unternehmen).

Am 13. Juni fand Deutschlands größte Strandparty 2009 ungeplant und unorganisiert auf Sylt statt. Der 26 Jährige Christoph Stüber der Nähe von Schleswig wollte eigentlich nur eine Party mit einigen Bekannten am Strand der Insel Sylte feiern. Als Einladung gründete er eine Gruppe bei MeinVZ und lud seine Bekannten in diese ein. Unerwartet traten immer mehr Fremde der Gruppe bei und meldeten sich für die Party an. Am Morgen des 13. waren 13.000 Nutzer in der Gruppe. Nach bekanntwerden der Unorganisierten Party reagierten viele der auf eher älteres und ruhigeres Publikum eingestellten Gastronomen und Einzelhändler in Westerland, als würde in kürze ein Bürgerkrieg ausbrechen, während Mc Donalds und Subway über 100 Mitarbeiter zusätzlich auf die Insel brachten. Es kamen zwar keine 13.000 Partygäste sondern nur 4.000, das aber war Grund genug für den Stadtrat von Westerland, gegen den Nicht-Veranstalter Christoph Stüber rechtliche Schritte und Schadenersatzforderungen anzukündigen.

Foto: Sylt360.net

Die Klage von Facebook gegen StudiVZ vor dem Landgericht Köln wurde am 17. Juni wegen mangelnder Beweise und fehlendem Schaden für Facebook abgelehnt. Zwar stellte das Gericht “nicht zu übersehende Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten der beiden Internetseiten” fest, aber sah keinen Schaden für Facebook, da die Nutzer nicht in dem Glauben seinen, sie befänden sich bei Facebook.

Am 19. Juni kündigte SchülerVZ eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen an, welche diese an geänderte Rechtslagen anpasste und Außerdem nicht mehr so genau denen von StudiVZ folgten.

Netzpolitik.org meldete am 26. Juni, StudiVZ und andere deutsche Socialnetworks würden am 30. Juni eine Erklärung für den Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien unterzeichnen, die Zensur und Stoppschilder als geeignete Mittel zum Schutz der Kinder darstellt. Problem bei dieser Meldung: Nichts daran war Richtig. In den Kommentaren meldeten sich bald Vertreter der genannten Unternehmen und teilten mit, dass man die Erklärung zwar kenne aber nicht Unterzeichnen werde. Kurze Zeit später entschuldigte sich Netzpolitik.org bei den genannten Socialnetworks und stellte klar, dass der Artikel falsch war.

Am 30. Juni wurde auch für die Piraten alles gut: Nach einer Abstimmung unter den VZ-Nutzer erhielt die Partei ihr eigenes Edelprofil.

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