VZs speichern IP-Adressen

StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ speichern schon länger in Vereinbarung mit dem Berliner Landesdatenschutzbeauftragten die IP-Adressen der Nutzer für 5 Tage. Jetzt kann sich jeder Nutzer die Logins der letzten 5 Tage anzeigen lassen, um zu überprüfen ob andere Personen Zugriff auf den eigenen Account haben. Diese Übersicht findet man in allen VZs unter “Mein Account”.

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Erneut 100.000 SchülerVZ-Datensätze aufgetaucht

Dem Bundesverband der Verbraucherzentralen sind über 100.000 Datensätze von SchülerVZ Nutzern zugespielt worden, die auch nicht für alle Profilbesucher sichtbare Daten enthielten. Diese wurde nach Medienberichten bereits im Frühjahr diesen Jahres erstellt, in dem nach dem Geburtsdatum und anderen nicht für alle Nutzer sichtbaren Daten gesucht wurde. Über die “Super Suche” konnte nach einem Geburtsdatum gesucht werden, wobei auch die Nutzer gefunden wurden, welche diese Daten nicht öffentlich zugänglich gemacht hatten. Die Sicherheitslücke, die das Abrufen dieser Information möglich machte, wurde laut VZnet bereits Ende Juli 2009 behoben.

VZs verteilen neue User-IDs

VZnet hat angekündigt, in Rahmen der Verschärfung der Sicherheit allen Nutzer neue IDs zuzuweisen. Daher kann es bis Morgen Nachmittag zu Einschränkungen in der Verfügbarkeit von StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ kommen. Außerdem sind alle Links auf VZ-Profile danach ungültig.

Abzocke im meinVZ-Design

Bei BlogWave.de gibt es zwei Artikel über Bobmobile, die eine Abzock-Website mit dem Titel “meinIQ” im MeinVZ-Design betreiben, auf der man für nur 2,99€ pro Woche einen kostenlosen IQ-Test ohne Funktion machen kann.

Den ersten Artikel dazu gibt es hier: Lockt Bobmobile mit MeinVZ Layout in die Abofalle?
Und die Redaktion von VZnet hier: offiziell bestätigt: Bobmobile lockt tatsächlich mit MeinVZ Design in die Abofalle!

In eigener Sache: Wir brauchen Geld

In den vergangenen zwei Jahren sind wir ständig gewachsen und haben unsere Leserzahlen auf ca. 60.000 bis 70.000 Personen pro Tag gesteigert. Damit dies möglich war, mussten wir unsere technische Infrastruktur ausbauen, damit wir möglichst Zuverlässig für jeden unserer Leser erreichbar sind. Damit wir dies finanzieren konnten, mussten wir Werbung einführen, doch Blogs sind schwer zu vermarkten und unsere Leser sind keine homogene Masse, die ein Werbeunternehmen gerne sehen möchte. Daher haben wir mit der Werbung bei VZlog nie Gewinn gemacht (wenn wir mal gewinn hatten, dann waren es im besten Monat 3,72€) und wollten das auch nie.

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VZs verbessern Sicherheit (Update)

VZnet hat auf allen drei Plattformen Verbesserungen an der Sicherheit vorgenommen.

  • Die nach dem automatisierten Sammeln von Millionen Userdaten in die Kritik geratenen Captchas wurde durch ReCaptcha ersetzt. Bei ReCaptcha handelt es sich um eingescannte Bücher aus US-Universitäten, die aufgrund der schlechten Druckqualität und ihres Alters nicht automatisch digitalisiert werden können. Dabei werden immer zwei Wörter angezeigt: Eines, bei dem bereits eine digitale Version vorliegt und eines, dass noch nicht angeschrieben wurde. Ist das bereits bekannte Wort richtig abgeschrieben, geht die Software davon aus, dass auch das andere Wort richtig abgeschrieben wurde. Wenn ein Wort 5 mal gleich abgeschrieben wurde, wird die Abschrift in die Digitale Version des Buchs eingefügt. So werden wertvoll alte Bücher, von denen häufig nur noch sehr wenige Exemplare existieren, wieder für Neuauflagen und Archivierung nutzbar. Da die Bücher nicht von den speziellen Buchscannern gelesen werden konnten, kann auch das Captcha nicht mit OCR Software erkannt werden. Wie gut das Ergebniss ist, kann man hier sehen. Durch die Nutzung von ReCaptcha z.B. bei Flickr, Facebook, Twitter und Live.com, konnten beriets mehrere Millionen Buchseiten digitalisiert werden.
  • Die neuen Captchas von ReCaptcha werden jetzt öfter angezeigt als die alten Captchas: Bei zu vielen Seitenaufrufen, bei der Gründung von Gruppen, bei Einladungen in Gruppen und bei vielen Suchanfragen.
  • Die mobile Version wird überarbeitet. Wir haben mit “twitter ist gerade” und anderen Projekten schon einige erfahrung mit der mobilen Seite der VZs gemacht, die sich wirklich gut zum automatisieren eignet. Jetzt ist diese nicht mehr verfügbar und wird verbessert. Sobald alle Sicherheitslücken der mobilen Version behoben sind, soll sie wieder verfügbar sein.
  • VZnet hat es zwar nicht bestätigt, aber diese Gerücht ist sehr wahrscheinlich: IP sperren kommen jetzt schneller als bisher. Wenn von einer IP-Adresse mehr als 2000 Profile am Tag aufgerufen werden, wird diese und alle damit genutzten Accounts für 24 Stunden gesperrt. Wenn man sich von einer anderen IP mit einem gesperrten Account einloggt, wird diese ebenfalls gesperrt. Damit soll verhindert werden, dass Datensammler ein große Zahl an Profilen automatisch aufrufen können. Daher soll der Berliner Landesdatenchutzbauftrage dieser Maßnahme und dem Speichern und Auswerten von IP-Adressen für 48 Stunden zugestimmt haben. Allerdings ist davon auszugehen, dass aus dem W-Lan einiger Schulen weit mehr als 2000 Profile am Tag aufgerufen werden. Dass könnte zu Problemen führen. (Siehe Update)

Zusätzlich soll Gerüchten zu Folge eine AGB-Änderung geplant sein, die im Fall von Datensammlern oder ähnlichem eine Vertragsstrafe von 250.000€ vorsieht. Ob diese Abschreckung funktionieren würde ist mehr als fraglich. (Siehe Update)

Es bleibt zu hoffen, dass StudiVZ aus dem Datenskandal gelernt hat und zukünftig mehr wert auf Sicherungsmaßnahmen legt, wie sie ja schon bei den Gadgets geplant ist.

Update: VZnet hat uns gegenüber die angeblich geplante AGB-Änderung dementiert und auch die IP Sperre stimmt nicht so wie beschrieben

Wer ist der schülerVZ-Erpresser?

Nachdem Matthias L. aus Erlangen in seinem Blog öffentlich dokumentiert hatte, dass er Daten mehrere Millionen Nutzer der VZ-Netzwerke kopiert hat und vergangenen Woche bekannt wurde, dass es weitere solche Listen gibt, versuchte er VZnet damit zu erpressen, dass er die Daten nach Osteuropa verkaufen wird. Seine Forderung: 80.000€.

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