Nachdem in unserer Interviewreihe zum Wahlkampf 2009 schon Politiker von Linken, Piraten, Grünen, FDP und SPD zu lesen waren, bildet der Generalsekretär der CSU Alexander Dobrindt heute den Abluss. Alexander Dobrindt ist seit 1986 Mitglied der JU/CSU und wurde 2002 für den Wahlkreis Weilheim in den Bundestag gewählt und 2005 mit 59,4 % der Erststimmen als Wahlkreisabgeordneter in seinem Amt bestätigt. Der 39-Jährige trat im Februar 2009 die Nachfolge für Karl-Theodor zu Guttenberg im Amt des CSU Generalsekretärs an. 2009 kandidiert er erneut in seinem Wahlkreis direkt für den Bundestag.
Sie sind schon zweimal direkt in den Deutschen Bundestag gewählt worden. Ist der auf ihre Person bezogene Wahlkampf für Sie wichtiger als für ihre Kandidaten auf der Landesliste?
Es ist insgesamt wichtig, den Menschen die Ziele zu vermitteln, für die die CSU und ihre Abgeordneten stehen: Unser Land braucht eine starke CSU in Berlin. Denn keine andere Partei ist politische Heimat für alle Schichten der Bevölkerung in allen Regionen Bayerns und damit echte Volkspartei. Keine andere Partei bringt so konsequent wirtschaftliche Stärke und soziale Verantwortung zusammen. Da ziehen unsere Direktkandidaten und Listenkandidaten absolut an einem Strang für einen gemeinsamen CSU-Wahlkampf.
Sie sind seit fast 25 Jahren in der Jungen Union und der CSU aktiv und haben schon viele Wahlkämpfe miterlebt. Wie empfinden Sie die Veränderung im Wahlkampf durch das Internet? Ist der, im Vergleich zu 2002 in diesem Jahr viel wichtigere Wahlkampf im Internet eine Belastung für Sie und andere Kandidaten?
Die Bedeutung des Internets für die Wahlkämpfe in Deutschland ist gestiegen. Allerdings sehen einer aktuellen Forsa-Umfrage (Juli 2009) zufolge auch weniger als die Hälfte der Deutschen das Internet als geeignetes Mittel zur politischen Beteiligung. Unbestritten ist sicherlich: Das Internet wird künftig als Meinungsmultiplikator noch an Bedeutung gewinnen. Für uns als CSU gilt: Wir wollen den Dialog mit den Menschen in unserem Land. Dieser Dialog „von Mensch zu Mensch“ wird von unseren Politikern auf vielfältige Weise geführt: viele nutzen dazu auch Blogs, Micro-Blogs oder die Sozialen Netzwerke. Allerdings: Bei allen Vorteilen, die die Kommunikation via Internet bringt, den direkten Dialog mit den Menschen kann sie nicht ersetzen.
Was halten Sie von den Politiker-Profilen bei MeinVZ? Sind diese ein geeignetes Wahlkampfmittel?
Ich finde es positiv, wenn Politiker auf verschiedenen Wegen den Kontakt zu den Menschen suchen. Das Internet und das Web 2.0 gehören heute schon ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Warum sollte dort also nicht auch über Politik diskutiert werden?
Sie haben zur Zeit 58 Anhänger bei MeinVZ, was zur Zeit im Durchschnitt liegt. Bewerben Sie ihre Onlineaktivitäten auch z. B. auf Veranstaltungen oder auf klassischen Wahlkampfmaterialien wie Flyern und Plakaten?
Ich freue mich sehr über die Unterstützung für die CSU insgesamt und auch was meine Person betrifft. Ich kann feststellen: Die CSU ist als Partei und mit ihren Repräsentanten sehr stark im Web 2.0 vertreten. Natürlich weisen wir immer wieder auch öffentlich auf unsere Internetaktivitäten und auf unsere Seiten in den Sozialen Netzwerken hin.
Denken Sie, dass die Wahlzentrale und die Politiker-Profile bei MeinVZ und StudiVZ junge Menschen dazu bringen, am 27. September wählen zu gehen und sich mehr mit Politik zu beschäftigen.
Durch das Internet und die Sozialen Netzwerke haben sich neue Möglichkeiten der Kommunikation eröffnet. Über viele Jahrhunderte gab es die Stammtische nur in den Wirtshäusern. Durch die Sozialen Netzwerke gibt es jetzt auch „Stammtische“ im Internet. So kann die Politik auch Personengruppen ansprechen, die sie sonst nur schwer erreicht, weil sie nicht zu politischen Veranstaltungen gehen.
Wo finden wir Sie noch im Internet?
Neben meiner Internetseite finden Sie mich auch noch bei MeinVZ und Facebook und natürlich auch auf der Website der CSU.
Warum sollen unsere Leser am 27. September CDU/CSU wählen?
Unser Land muss eine internationale Finanz- und Wirtschaftskrise bestehen, wie wir sie seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland noch nicht erlebt haben. Die dafür notwendigen Weichenstellungen verlangen wieder nach einer politischen Kraft, die gestalten will und gestalten kann. Das ist die Union. Wir wollen, dass unser Land 2013 noch besser dasteht als 2009, nach innen wie nach außen, zum Wohle der Menschen. Um das zu erreichen, wollen wir in die Zukunft unseres Landes investieren, die Bürgerinnen und Bürger entlasten und den Haushalt konsolidieren.
Warum dürfen CSU Poliker hier Interviews geben und nicht die Piraten?
Dieses gibt es bereits. und ein kommentar unter einem artikel reicht im übrigen.