Wahlkampf: Interview mit Gottfried Ludewig (CDU)

In unserer Interviewreihe zum Wahlkampf 2009 antwortet heute der CDU Direktkandidat für den Wahlkreis 77 Berlin-Pankow Gottfried Ludewig. Der 27 Jährige kam 2003 für sein Studium nach Berlin, war von 2006 bis 2008 Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses der TU Berlin und promovierte 2008 im Bereich der Gesundheitsökonomie. 2009 kandidiert er erstmals für den Bundestag.

ludewig0001Sie kandidieren in diesem Jahr zum ersten Mal für den deutschen Bundestag und treten direkt im Wahlkreis Pankow an. Ist der auf ihre Person bezogene Wahlkampf für Sie daher wichtiger als für ihre Kandidaten auf der Landesliste?

Bundestagswahlkampf ist für mich stark ein Persönlichkeits-wahlkampf. Ich kenne keinen Kandidaten, dem sein Erststimmen-ergebnis egal wäre. Natürlich ist eine Absicherung über die Landesliste beruhigend. Darauf sollte man sich allerdings nicht ausruhen. Ich habe auf einen Listenplatz verzichtet und möchte im Wahlkreis Pankow das Direktmandat holen. Darauf ist auch der Wahlkampf abgestimmt mit vielen persönlichen Gesprächen und Begegnungen mit den Wählerinnen und Wählern.

Sie sind seit vielen Jahren in der CDU aktiv und haben schon einige Wahlkämpfe miterlebt – Wie empfinden sie die Veränderung im Wahlkampf durch das Internet? Ist der, im Vergleich zu den letzen Wahlen in diesem Jahr viel wichtigere, Wahlkampf im Internet eine Belastung für Sie und andere Kandidaten?

Der Internetwahlkampf ist wichtig. Eine gute Präsenz ist hier sicher ein Aushängeschild. Wichtiger aber ist immer noch der Straßenwahlkampf. Eine noch so gute Internetpräsenz kann den direkten Kontakt nicht ersetzen. Sie werden niemanden finden, der zu seinem Nachbarn sagt: „Hast du die tolle Homepage von Gottfried Ludewig schon gesehen?“. Viel wahrscheinlicher ist der Satz: „Du, gestern hat Gottfried Ludewig an meiner Tür geklingelt und wir haben uns über Politik für Pankow unterhalten. Jetzt schau ich mir mal die Homepage an.“ Der Wahlkampf im Internet ist eine gute Ergänzung zum herkömmlichen Wahlkampf und in meinen Augen auch keine Belastung. Vieles ist dort neu und daher anders und frisch.

Was halten Sie von den Politikerprofilen bei MeinVZ? Sind diese ein geeignetes Wahlkampfmittel?

Ob MeinVZ oder andere soziale Netzwerke zum Wahlerfolg beitragen werden, wird sich hier ebenso wenig nachweisen lassen, wie bei den herkömmlichen Wahlplakaten, die sie derzeit an jeder Straßenlaterne sehen. Gäbe es DAS geeignete Wahlkampfmittel, würde der Wahlkampf nicht in der derzeitigen Breite geführt werden.

Sie haben zur Zeit 118 Anhänger bei MeinVZ, was zur Zeit über Durchschnitt liegt. Bewerben Sie ihre Onlineaktivitäten auch z.B. auf Veranstaltungen oder auf klassischen Wahlkampfmaterialien wie Flyern und Plakaten?

Selbstverständlich. Wahlkampfmittel schöpfen nur dann ihr Potenzial aus, wenn sie miteinander verbunden werden und sich bestenfalls ergänzen. Dass ich bei MeinVZ über dem Durchschnitt liege freut mich natürlich.

Denken Sie, dass die Wahlzentrale und die Politiker Profile bei MeinVZ und StudiVZ junge Menschen dazu bringen, am 27. September wählen zu gehen und sich mehr mit Politik zu beschäftigen?

Das ist eine spannende Frage für die Zeit nach dem 27. September. Machen Sie doch mal eine Umfrage unter Ihren Nutzern. Das Ergebnis würde mich auch interessieren. Vom jetzigen Stand gehe ich davon aus, dass die Profile helfen, junge Menschen zu erreichen und für Politik zu interessieren.

Wo finden wir Sie noch im Internet?

Neben meiner Website und meinem Blog, habe ich auch noch Profile bei MeinVZ, Facebook und Xing.

Und eine kurze Frage mit kurzer Antwort zum Schluss: Warum sollen unsere Leser am 27. September CDU wählen?

Weil wir die Partei sind, die Deutschland sicher aus der derzeitigen Krise führt. Und weil wir eine Kanzlerin haben, die nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland eine sehr respektierte Regierungschefin ist. Darüber hinaus haben wir mit unseren Bundesministern Persönlichkeiten, mit denen wir erfolgreich und glaubwürdig Inhalte und Personen miteinander verbinden. Andere Parteien bieten das nicht.

0 thoughts on “Wahlkampf: Interview mit Gottfried Ludewig (CDU)

  1. ich muss sagen, manchmal nervt seine werbung auch etwas.
    wenn ich in nem bus sitze, der statt grau-gelb fast nurnoch orange ist, weil irgendwer der meinung war überall GL zeug ranzuhängen, ist das zwar sehr einprägsam, aber durchaus stressig, speziell wenn dann diese “türanhänger-dinger” einem im ganzen bus vorm gesicht rumwedeln-.-

    um seine homepage kommt man eig kaum drumrum, da man (zumindest ich) fast nur plakate mit seinem namen & der adresse seiner homepage sieht.

    also einprägsam ist er in pankow auf jeden fall, nur ob das immer so positiv ist (bus)?!

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