netzpolitik.org meldet: “Deutsch Social Networks sagen Ja zu Zensursula” – Blöd nur für das eigentlich von mir sehr geschätzte netzpolitik, dass an der Geschichte nicht ganz so viel dran ist, wie der Artikel behauptet. Grob zusammengefasst geht es um foglendes:
Am 30. Juni soll es eine Erklärung für den Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien geben, die Zensur und Stoppschilder als geeignete Mittel darstellt um Kinder zu schützen.
Netzpolitik meldet dazu, dass Angeblich Xing, StudiVZ, Wer-Kennt-Wen, Lokalisten und Knuddels die Erklärung unterschreiben wollen.
Der Artikel auf Netzpolit.org erschien um 15:21 und schon wenige Minuten später wurden in allen Social Networks Gruppen gegen die Erklärung gegründet.
Um 17:05 schrieb Vivian Pein von Xing:
XING nimmt nicht an der Veranstaltung am 30. Juni teil und wir haben auch nichts unterschrieben.
Viele Grüße
Vivian Pein
XING AG
Um 17:38 meldet sich Malte Cherdron von StudiVZ:
studiVZ hat sich keiner Erklärung angeschlossen und wird sich sicher nicht “gegen ein zensurfreies Internet stellen”, wie oben behauptet wird.
Beste Grüße
Malte Cherdron
studiVZ Ltd.
Und um 21:34 führt StudiVZ CTO Jodok Batlogg unseren Beitrag über die Petition im MeinVZ Kasten als beleg an:
was heisst das – studivz soll wieder abgesprungen sein? wir haben aktiv dagegen geworben! gerne nachzulesen bei den bloggern von mehrblog: http://www.vzlog.de/2009/05/292512/heute-mal-politisch-meinvz-gegen-dns-sperre/
Und um 22:21 sagt dann auch Wer-kennt-Wen:
Auch wir von wer-kennt-wen.de stellen die Tatschen gerne richtig: Wir haben uns keiner Erklärung angeschlossen und unterzeichen am kommenden Dienstag nichts!
Herzliche Grüße
Karin Rothgänger
PR – wer-kennt-wen.de
Wenn jetzt noch Knuddels und Lokalisten absagen, ist an den Informationen von Netzpolitik garnicht dran, was sich für die Glaubwürdigkeit des Blogs nicht ganz so gut macht.
Auf der Internetseite der Konferenz findet sich auch kein Hinweiß auf die teilnehemer und im Konferenzprogramm gibt es auch keinen Slot für eine Erklärung.
*thumbs up*
ich liebe solche nachrecherchierten Berichte. Top!
Pingback: Internetsperren 26+27.06.2009: Artikel und Kommentare « Wir sind das Volk
Der “nette” Verfasser des Artikels hat neben der StudiVZ Ltd. auch weitere nicht-Unterzeichner herausgestrichen mit dem Hinweis, sie hätten ihre Teilnahme zurückgezogen(!)
Da frage Ich mich Ja schon, wie kann man etwas zurückziehen, was man erst gar nicht hervorgezogen hat…
Dieses Netzpolizik.org sollte Boykottiert werden!
Was ich auch erstaunlich finde, ist dass gerade auf dieses Blog verwiesen wird von oberster Stelle!
Respekt, macht weiter so!
Erst durch die Bereicherstattung bei netzpolitk.org haben sich die soz. Netzwerke zu Wort gemeldet und sich klar geäußert, wie sie zu der Veranstaltung und dem Thema stehen. Schöner Artikel um ein Statement hervorzulocken.
Jetzt mal ganz ruhig.
Ja der Artikel bei netzpolitik.org war wohl ein Schnellschuss. Trotzdem verstehe ich nicht wieso man das jetzt “boykottieren” sollte (Tim O. ?!)
netzpolitik.org ist einer der wichtigsten deutschen Blogs!
Schöner Beitrag danke für die Information!
lg
Das stimme ich Dir zu, JakobD!
Das ist meiner Erinnerung nach das erste Mal, daß netzpolitik.org sich solch einen absoluten Fehlwurf geleistet hat. Auch wenn das sehr bedauerlich ist, aber ein Boykott wäre da wohl eine übertriebene Reaktion.