Facebook verklagt StudiVZ am Landgericht Köln
Von Michel am 28. April 2009 um 19:23
Facebook hat vor dem Landgericht Köln klage gegen StudiVZ eingereicht. Der Vorwurf der Facebook Anwälte lautet, StudiVZ habe mit seinem Logo, Features und seinem Service geistiges Eigentum von Facebook kopiert. Zudem soll StudiVZ illegal zugriff auf die Server von Facebook gehabt haben, von dort habe StudiVZ Daten und die Facebook-Software gestohlen. Laut einer DPA Meldung bezeichnete ein Sprecher von StudiVZ die Vorwürfe als haltlos.
Der Vorsitzender Richter Heinz Georg Schwitanski schlug beiden Parteien vor, man solle sich nach Möglichkeit außergerichtlich auf die Beauftragung eines Gutachters einigen. Dieser solle durch einen Vergleich der Quellcodes der Kontrahenten feststellen, ob und was kopiert worden ist.
Sollte es zu keiner Einigung kommen, soll Mitte Juni eine Entscheidung des Gerichts gefällt werden.
Bereits im Vergangenen Jahr hatte Facebook vor einem US-Gericht gegen StudiVZ geklagt
Update: Eine erste Einschätzung gibt es schon von Marcel Weiss bei Netzwertig.com:
Angesichts der Tatsache, dass die studiVZ-Programmierer seinerzeit die Stylesheets von studiVZ mit “myfb” oder “myFaceBook” und Ordner mit “Fakebook” benannt haben, was man unter Anderem hier sehen kann, dürfte studiVZ schlechte Karten haben.
Sollte es aber wie bei der US-Klage keine ”Beweise” außer dem ähnlichen Aussehen der Seiten und den Dateinamen geben und ansonsten nur Blogs angeführt werden, die StudiVZ ebenfalls Plagiatismus vorwerfen, könnten die Chancen für StudiVZ doch nicht so schlecht stehen wie Marcel Weiss es vermutet.
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Kommentare
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am 28. April 2009
Hach wie Witzig.
StudiVZ schafft es wohl nicht mehr alleine?
Ist denn bekannt was StuudiVZ geklaut haben soll?
Gruß
Daniel
am 28. April 2009
Wie schlecht ist das denn?
Wenn man sich schon Code von “Vorbildern” nimmt. Dann bitte nur das prinzip.
Aber man nennt doch nicht noch den Ordner in dem die geklaute Software liegt, Fakebook.
Irgendwie geschiet StudiVZ das ganz gerecht.
am 28. April 2009
Bei Bekanntwerden der anderen Klage im letzten Jahr fand sich bei “spiegelonline” folgendes:
“Der Klon gewinnt immer”
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,566925,00.html
Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen!
am 29. April 2009
ich würde vermuten, wie ein kommentar bei flickr das ziemlich anschaulich beschreibt, dass die grafik ein schlechter fake ist.
das feld, in dem die email-adresse eingetippt wird, ist übermalt – vermutlich hat sich derjenige schlicht einen account mit dem namen “fakebook” angelegt.
die “fehlermeldung” bezueht sich schließlich in einem unterverzeichnis namens “users”, warum sollten die studi-entwickler hier ihre datenbank ablegen?
da hat jemand vermutlich schlicht und einfach auf geschicktem weg eine fehlermeldung erzeugt, in der das wort “fakebook” auftaucht – nicht sehr glaubwürdig, meiner meinung nach….
wenn DAS die beweisführung von facebook ist, dann gute nacht :)
am 29. April 2009
Ist studiVZ denn sooooo aufwendig programiert, dass sie es nötig haben sich Sachen zu klauen?
Also wenn man Codes übernimmt muss man doch dann auch alles nehemn oder nicht?
Das lässt sich doch wohl schwer Einpassen!
am 29. April 2009
@fenrizz, du hast recht! Das Emailfeld sieht seeeehr komisch aus!
So ein Fake ist leicht zu erstellen, man hätte auch einfach den HTML Quellcode verändern können und da alles mögliche reinschreiben können… Sowas ist nicht schwer!
am 29. April 2009
@fenrizz
Danke, genau das glaube ich auch. Er sind damals sicherlich nen Scherz amchen wollen was studi nunmal ähnlich wie Facebook aussah und bei studi es noch solche Fehlermeldungen gab.
Daher der Screenshot.
Das nun Facebook das als DIE Beweise sieht ist mehr als weit hergeholt.
Inzwischen sollte aber auch jeder Wissen, das Screenshots immer Fakebar sind.
am 1. Mai 2009
Denkt ihr echt das Facebook nur wegen dem Screenshot die Klage führt?
am 4. Mai 2009
es geht hier auch nicht nur um diesen Screenshot – dieser zeigt aber, wie leicht Gehirnwäsche funktioniert und wie manipulierbar Medien, Blogger und Nutzer sind. Es sollte lediglich ein kleiner Denkanstoß gegeben werden. Jeder einzelne sollte sich mal objektiv Gedanken darüber machen, inwieweit eine solche Klage in Zeiten eines offenen Wettbewerbs ist – oder ob die ganze Kiste nicht schlicht eine unsaubere Methode von FB ist, um den Markt in good old germany zu übernehmen.
Denn das ist der einfachste und unsauberste Weg – wäre ja auch viel zu anstrengend, auf “normalem” Weg, d.h. Nutzer durch bessere Funktionen und gelungenere Community zum Wechsel zu überzeugen, den Marktanteil zu erhöhen, nicht wahr?