EU-Ministerin fordert strengeren Jugendschutz in Sozialen Netzwerken

Von Theo am 16. April 2009 um 07:00

Amoklauf von Winnenden, Familiendrama in Eislingen, und immer wieder beschaffen sich Journalisten sowohl Fotos der Beteiligten als auch persönliche Informationen über die Vorfälle durch soziale Netzwerke wie StudiVZ oder Facebook. bildblog.de berichtete in einem Artikel vom 11.4.2009, dass die “Bild” mal wider Fotos zum “Familiendramas von Eislingen” von StudiVZ-Profilen der Opfer bezog. Darauf hat jetzt die EU-Kommissarin Viviane Reding reagiert und forderte schärfere Standarts des Jugendschutzes in sozialen Netzwerken. Dabei geht es darum, dass Profile nicht mehr über Suchmaschinen wie Google zu finden sein sollen. Doch dazu (und zu weiteren Maßnahmen) verpflichteten sich StudiVZ, Google, Facebook, Microsoft, Yahoo, Lokalisten und Wer-Kennt-Wen bereits vor einigen Monaten (wir berichteten), auch wenn dies bei den meisten europäischen Socialnetworks schon lange standard ist. Daher haben sich z.B. nach dem Amoklauf von Winnenden Reporter  in den Netzwerken angemeldet um sich so Fotos direkt zu besorgen und um Freunde, Mitschüler, Nachbarn und Verwandte anzuschreiben, um an neue Informationen zu erhalten. 

Besorgt zeigte sich die EU- Kommissarin für Medien und Telekommunikation auch über die verhaltensorientierte Internet-Werbung, wobei Interessen, Beruf, usw. analysiert und zur zielgerichteten Werbung genutzt werden. Ihrer Meinung nach müssten die Nutzer der Nutzung dieser Werbeform vorher zustimmen, was die StudiVZ-Nutzer durch die AGB-Änderung aber so oder so tun mussten.

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Kommentare
Kommentar von reim
am 16. April 2009

Leider ist im Fall Eislingen nicht nur die Bild so verfahren, auch das mir sonst als sehr seriös bekannte Lokalblatt NWZ in Göppingen, druckte am Mittwoch StudiVZ-Fotos.

Kommentar von Michael P.
am 16. April 2009

da wurde wohl nicht schnell genug reagiert, im falle des Amoklaufes waren die Profile innerhalb weniger stunden gesperrt gewesen

Kommentar von nib
am 16. April 2009

Spannend fände ich ja, wenn auch eine Nutzung der Angebote ohne pauschale Zustimmung zu “verhaltensorientierter Werbung” möglich wäre. So wie ich bei einer Kundenkarte auch selbst entscheiden kann, ob ich meine Daten vom Einzelhandelskaufhaus/ von der Tankstellenkette etc. gesammelt und für Werbung genutzt werden können oder nicht. Und auch ohne Kundenkarte kann ich einkaufen gehen…

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