Neue Standards für Jugendschutz

Es scheint das Jahr der Selbstverpflichtungen zu werden: Nachdem sich bereits vor einem Monat durch eine Initiative der Europäischen Kommission eine Vereinbarung zwischen StudiVZ, Google, Facebook, Microsoft, Yahoo und 11 weiteren Socialnetworkbetreibern zum verbesserten Jugendschutz zustande kam, wurde jetzt eine weitere Vereinbahrung zwischen StudiVZ, Lokalisten und Wer-Kennt-Wen geschlossen.

In der neuen Vereinbahrung verpflichten sich die Betreiber “junge Nutzer durch technische Maßnahmen vor Missbrauchshandlungen Dritter wie beispielswese Cyberbullying zu schützen und durch eine verstärkte Aufklärung von Minderjährigen, Eltern und Pädagogen gezielt darauf hinzuweisen, welche Schutzmöglichkeiten bestehen.” Konkrett bedeutet das für die Benutzer folgendes: Nutzer unter 14 Jahren sollen strengere Voreinstellungen zum Schutz der Privatsphäre erhalten und Suchmaschinen dürfen keinen zugriff auf Profile von unter 16 Jährigen bekommen. Außerdem sind mehr Hinweiße auf Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre vorgesehen.

Allerdings gilt auch hier wieder wie schon bei der EU-Vereinbarung: SchülerVZ (das einzige VZ, bei dem Jugendschutz relevant ist) erfüllt diese Anforderungen bereits: Nutzer unter 16 Jahren erhalten bei der Neuanmeldung standardmäßig strenge Privatsphäreeinstellungen und nach den ersten 10 Logins erscheint ein Hinweiß auf den Verhaltenskodex. Und Suchmaschinen haben zu den VZs sowieso keinen zutritt.