StudiVZ will Wahlkampf 2.0

2009 ist Super-Wahljahr. Und bei 16 Wahlen (Inklusive Europawahlen, Kommunalwahlen, Landtagswahlen und der Bundestagswahl) gibt es natürlich Wahlkampf ohne Ende. Und dass ist Folgerichtig mit Wahlausgaben von Parteien in Millionenhöhe verbunden – Und davon will StudiVZ natürlich was ab. Dazu schreibt Basic Thinking:

Hinter den Kulissen wird bereits fleißig an Konzepten getüftelt, um die Mitglieder auf das Super-Wahljahr einzustimmen. Ganz vorne mit dabei sein will auch der Holtzbrinck-Verlag mit seinem StudiVZ-Portal. Die Plattform befinde sich derzeit in Gesprächen mit allen relevanten Parteien, verriet mir der Unternehmenssprecher in einem Telefonat. In ein paar Wochen sei man soweit, das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Pläne hätten eine hohe Priorität, vor allem in Anbetracht der rund 13 Millionen potentiellen Wählerstimmen, über die die Mitglieder des StudiVZ-Netzwerkes (inklusive MeinVZ und SchülerVZ) verfügten. Mehr Details wollte der Unternehmenssprecher aber noch nicht verraten.

Allerdings geht die Diskussion im Web allerdings zur Zeit in die Richtung, dass StudiVZ wohl kaum ein verlässlicher Partner für den Wahlkampf sein könnte. Schuld daran ist die Peinlichkeit mit der SPD Gruppe bei StudiVZ, wie z.B. ein SPD-Blog dokumentiert:

Unter diesen Aspekten kann nur davon abgeraten werden, StudiVZ als Plattform für ernsthafte politische Diskussionen zu nutzen, wenn man nicht riskieren will, dass von einem Moment zum anderen alle Daten sang- und klanglos im Datennirvana verschwinden.

5 thoughts on “StudiVZ will Wahlkampf 2.0

  1. Na dann betriebt die SPD eben keine Werbung mehr im VZ. Das tut mir nicht weiter weh. Ich bin dafür, dass man generell JEDE inoffizielle, nicht bezahlte Werbegruppe der etablierten Parteien verbietet.

  2. @Funatiker: Warum sollen den nur die Gruppen von “etablierten Parteien” gelöscht werden? Sollen etwa die Gruppen von sagen wir mal “Pro NRW” und ähnliches bleiben?

    Ich finde, dass Politische Diskussionen zu einem guten Socialnetwork dazugehören und dementsprechend sollte es auch für Diskussionen rund um Politik (und Parteien) entsprechende Gruppen geben dürfen (was ja zum Glück zur Zeit der Fall ist).

  3. Große, schon in den Parlamenten vertretene Parteien nutzen diese angeblichen Diskussionsplattformen für eine einseitige kostenlose Propaganda äähm “Wahlkampf”. Damit noch nicht in Parlamenten vertretene Parteien wie die Piratenpartei eine gleichwertige Chance bekommen, sich zu etablieren, sollte man deren Diskussionsgruppen bestehen lassen. Große Parteien sollten zwischen die Wahl gestellt werden, entweder GAR nicht in den Sozialen Netzwerken vertreten zu sein oder Werbung zu kaufen.

  4. Es hat einen guten Grund, dass Werbung für politische Parteien an Schulen verboten ist, insofern hoffe ich, dass wenigstens das schülerVZ von der Kampagne verschont bleiben wird, vor allem, da dort weitaus mehr Minderjährige als Wahlberechtigte registriert sein dürften.

    Gegen sachliche politische Diskussionen ist nichts einzuwenden, aber die Betreiber von studiVZ & Co. sollten sich überlegen, ob sie sich wirklich derart extensiv am Wahlkampf beteiligen wollen. Falls dies bejaht wird, dürfen einzelne Parteien davon aber nicht ausgeschlossen werden, da die Aktion sonst an Glaubwürdigkeit verliert.

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