„Michael Brehm und Dennis Bemmann verlassen StudiVZ.”, „StudiVZ Gründer gehen von Bord”, „Die Gründer verlassen das StudiVZ Schiff”, so heißen die Schlagzeilen der letzten Tage rund um die Gründer StudiVZs. Diese Meldung hat mich dazu bewogen diesen Kommentar zu schreiben, hat mich aber auch dazu bewogen über die Geschichte von StudiVZ noch einmal nachzudenken.
Brehm und Bemmann gehen, das heißt auch, die Gründer und Initiatoren verlassen ihr Projekt. Das Projekt an dem sie seit 2005 gearbeitet haben und es kontinuierlich zu Deutschlands größter Internetplattform aufgebaut haben.

Ob die Idee 2005 von Facebook geklaut wurde ist noch vollkommen unklar, doch Fakt ist: Brehm und Bemmann haben ihr Projekt zu einem erfolgreichen Unternehmen gewandelt und es attraktiv für die Medienlandschaft gestaltet. 2007 dann der Verkauf StudiVZs an Holtzbrinck. Brehm und Bemmann haben nach diesem Deal wohl ausgesorgt und verlassen, zwei Jahre nach dem Verkauf ihr Projekt. Verständlich, Brehm und Bammann wollen nach intensiver Arbeit bei StudiVZ wieder das Leben genießen, etwas neues machen. Beide haben angekündigt sich weiter zu engagieren, auf Weltreise zu gehen, anfangen wieder Musik zu spielen.
Doch was passiert da bei StudiVZ? Brehm und Bemmann sind nicht nur Gründer, sie waren es auch die die Entwicklung StudiVZs hautnah miterlebt haben. Sie hatten noch das Gefühl des eigenen Projekts. In der letzten Zeit sollten beide nur noch Beraterrollen ausgeübt haben, Holtzbrinck hat das Ruder übernommen! Mit Brehm und Bemmann sind nun auch die letzten Projektentwickler aus dem Weg geräumt. Platz für die totale Übernahme! Platz für Profis! Platz für Kommerz!
Ja, die letzte Vereinbarung ist nun eingetreten. Brehm und Bemmann gehen. Das hat mich zum Nachdenken angeregt. Wie sieht wohl die Zukunft StudiVZs aus? In der Vergangenheit musste CEO Riecke das Unternehmen schon wegen Erfolglosigkeit im Bereich der Finanzen verlassen. Ein neuer kam, Dr. Clemens Riedl. Er soll es nun richten und es sieht gut aus! 2010 soll StudiVZ erstmals Gewinne schreiben. Um Gewinne zu schreiben muss aber die Werbung ausgebaut werden. Trotz Werbeblocker nicht immer die schönste Art Interesse bei den Nutzern zu wecken.
Am Anfang saßen drei absolvierende Studenten in einem Schlauchboot auf dem heimischen Fluss. Mit dem Verkauf StudiVZs an Holtzbrinck wurde der Weg Richtung kommerzielle Inseln geleitet. Heute sollen Profis das riesengroße Vergnügungsschiff durch schweres Gewässer leiten. Was in Zukunft passiert wissen wir nicht, doch Holtzbrinck garantiert einen Erfolgsdruck. Wir können nur hoffen das der Kahn nicht noch vor einen Eisberg fährt.
Der Verkauf war wichtig für die Gründer. Nun steht Holtzbrinck vor der Aufgabe das beliebte Schiff in die schwarzen Zahlen zu bringen, komme was wolle.
Die andauernde Weltwirtschaftskrise ist kein Freund der schwarzen Zahlen und macht es für Holtzbrinck schwer riskante Investoren zu finden.
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Doch mit dem radikalen Weg der jetzt eingeschlagen wurde kann ich nicht zufrieden sein. Ganz ehrlich, ich mache mir immer mehr Sorgen um das Wohl der Daten. Im Ausscheiden von B&B haben diese Sorgen nun einen Höhepunkt erreicht. Die Skepsis wächst, inwieweit kann man dem vom 1. Januar 2009 an, rein kommerziell geführtem Netzwerk StudiVZ noch vertrauen? Ich muss sagen, ich habe das Geschehen immer kritisch beobachtet und bin zu dem Entschluss gekommen: „Der richtige Umgang ist wichtig, man muss aufpassen was man ins Netz stellt!” Jetzt stellt sich die Frage: „Muss ich nun auch die letzen Daten aus den VZs löschen?”
StudiVZ trägt Verantwortung. Doch kommen diejenigen die das Netzwerk übernommen haben und den Anfang nicht miterlebt haben dieser noch nach, oder ist der kommerzielle Druck zu groß geworden? B&B hatten noch eine persönliche Verantwortung. Holtzbrincks Angestellten fahren unter der Flagge eines Weltkonzerns, nicht mehr unter der Eigenen.
Am Anfang saßen drei absolvierende Studenten in einem Schlauchboot auf dem heimischen Fluss. Mit dem Verkauf StudiVZs an Holtzbrinck wurde der Weg Richtung kommerzielle Inseln geleitet. Heute sollen Profis das riesengroße Vergnügungsschiff durch schweres Gewässer leiten.
Informativer Artikel und allgemein gute Schlussfolgerungen. Bitte verwende doch in Zukunft Nachweise für die Aussagen, dann wirst nicht du für Fehler beschimpft, sondern dieentsprechenden Quellautoren – ein paar Teufel haben sich da nämlich Eingeschlichen. Zum Beispiel hat StudiVZ schon lange eingeräumt sich anfangs von Facebook inspirieren zu lassen. Völlig “unklar” ist der Ideenklau also doch nicht
Weiter so!
Grüße
Oli
Ja, damit wollte ich auf den Prozess verweisen, etwas unglücklich formuliert aber danke.
Was unklar ist, ist der zweite Vorwurf von Facebook: Facebook behauptet, dass StudiVZ über hacking das Facebook-System gestohlen hat. Und das ist nicht nachgewiesen.
Der zweite Vorwurf ist völliger Unsinn! Wenn man das offen zugängliche Interface klaut, ist das bisschen Datenbankabgefrage ne Nebensache. Das braucht man nicht zu klauen – so etwas ist schnell geschrieben.