Kauft Facebook StudiVZ?

Von Michel am 24. November 2008 um 20:04

Das zumindest vermutet die Bild Zeitung unter Berufung auf Meedia das. StudiVZ mache in diesem Jahr 10 Millionen € Verlust (bei 10 Millionen € Umsatz), was Holtzbrinck aber nicht länger mitmachen werde und da die hohen Investitionskosten angeblich sofort wieder reinkommen müssen. Begründet wird das mit den 5 wichtigen Märkten (USA, GB, Frankreich, Japan und Deutschland), auf denen MySpace angeblich überall größer ist als jede Mitbewerber (was in Deutschland nicht stimmt). Daher könne Facebook es sich nicht leisten, in Deutschland und Japan unterräpräsentiert zu sein.

Das hört sich dann so an:

Wenn man das liest und wenn man sich die Werbeprobleme von StudiVZ vor Augen führt, dann wird man das Gefühl nicht los, als wenn kein Weg an einem Zusammenschluss von Facebook und der VZ-Gruppe vorbeiführt. Beide Seiten – StudiVZ wie auch Facebook – brauchen einfach den Deal:

  • wenn Facebook wirklich eine Weltmarke werden will, kann es sich nicht leisten, auf Weltmärkten wie Deutschland und Japan nur eine Nebenrolle zu spielen 
  • und für Holtzbrinck macht Zeitverlieren, Pokern und Zaudern wenig Sinn, wenn man fast eine Mio. Euro im Monat verliert, ohne die Perspektive, dass sich das die nächsten Jahre ändert. 

Das klingt ja gut und schön, hat aber nur eine paar Fehler:

  1. StudiVZ ist für Holtzbrinck als Tor zu den anderen Angeboten der Verlagsgruppe wichtig: Nimbuzz, brands4Friends, KissNoFrog und viele weiter sind in ihre Erfolg von der Werbung auf StudiVZ abhängig.
  2. Holtzbrinck sieht StudiVZ als langfristiges Investment und nicht als schnelle Gelddruckmaschine.
  3. StudiVZ ist eines der wenigen Startups, die eine Chance haben in absehbarer zeit Gewinn zuschreiben.
  4. Facebook ist Pleite: Stromkosten und Investitonen in neue Server haben gerade 500 Millionen Dollar gekostet und werden das in den nächsten Jahren erneut tun.
  5. Facebook hat schon jetzt zuwenig Werbekunden für die Plattform und kann nicht noch 12 Millionen Nutzer mehr bezahlen, während StudiVZ dank der Holtzbrinck Eigenwerbung gut versorgt ist (siehe 1.).
  6. Facebook wächst zur Zeit in Deutschland gut und hat eine realistische Chance auch in Deutschland wichtig zu werden ohne dafür StudiVZ für Geld, dass es bei Facebook nicht gibt, zukaufen.

Aber wer glaubt schon der Bild Zeitung?

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Kommentare
Kommentar von Michael P.
am 25. November 2008

Bild Zeitung und meedia ….

ich denke mehr muss man da agrnicht sagen oder????

Kommentar von Michel
am 25. November 2008

@Michael P.: nein :-)

Kommentar von Simon
am 26. November 2008

Die Bild Zeitung… Das Niveau fällt hier auch Täglich :-)

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