Von Michel am 27. September 2008 um 12:47

Die Wochenzeitung Junge Freiheit wirft StudiVZ vor, dass Gruppen, in denen sich positiv zu der rechtsextreme Partei “Pro Köln” und deren Anti-Islamisierungskongreß vom vergangenen Wochenende stellen von StudiVZ gelöscht wurden. Auch die Gruppen der Zeitung selbst seien schon mehrfach gelöscht worden.

Die “Junge Freiheit” wird von den meisten Politologen als rechtsextrem oder zumindest dem Rechtsextremismus nahestehend eingestuft und in den Gruppen der Zeitung hatte es nach unseren Informationen schon mehrfach beleidigende Beiträge gegen Moslems und andere Gruppen gegeben. StudiVZ löscht solche Gruppen und meistens auch den Gründer oder den, der die nach den AGB und Verhaltenskodex verbotene Inhalte verbreitet.

Tweet this | Zeig das deinen Freunden im StudiVZ, SchülerVZ oder MeinVZ

Kommentare
Kommentar von Punkbuster
am 27. September 2008

Ich weiss nicht warum sich JF so aufregt, wenn ihre Gruppen gelöscht werden.
Ist doch klar, dass, wenn sie rümpöbeln und andere Gruppen und Nutzer beleidigen, StudiVZ angepisst reagiert. Und: Wozu braucht die JF überhaupt eine Gruppe dort? Mitglieder sammeln? Nazis rekrutieren? Viel Spass dabei

Kommentar von Frank
am 27. September 2008

@ Punkbuster
Warum soll man sich über Willkür und Diktatorallüren bei StudiVZ freuen, die sich durch regelmäßige “Säuberungswellen” von politisch Andersdenkenden ausdrücken? Dein Gedankengang ist zudem ein bißchen eindimensional. Du freust Dich jetzt, weil es eine Gruppe von Andersdenken getroffen hat. Und die freuen sich dann, wenn es Dich getroffen hat. So kan man keine Internetcommunity betreiben, die sich auf Demokratie und Toleranz beruft.

Im übrigen waren die beleidigenden Vorwürfe einfach übernommene objektive Meldungen etwa über Steinigungen von Minderheiten im Iran. Das jetzt als “beleidigende Beiträge” zu titulieren, ist echt mehr als lächerlich. Die sollten sich schon die Mühe machen auch mal einen konkreten Beweis zu erbringen, statt sich hinter irgendwelchen nicht zu entkräftenden Verallgemeinerungen zu verstecken. Gerade in dieser Gruppe wurde von den Moderatoren extrem auf die Einhaltung des Verhaltenskodex geachtet.

Sehr lustig ist auch der Vorwurf mit den Politologen. Warum eigentlich nicht die Soziologen, Psychologen oder einer sonstigen Gruppe die einem grad paßt? Es ist zudem eine glatte Lüge, daß sich die Mehrheit aller Politologen (das sind ein etliche Tausend in Deutschland) demensprechend festgelegt hätte. Die Mehrheit hat dazu nämlich nie ihre Meinung abgegeben. Und nun den vielleicht fünf entsprechenden Stimmen das Attribut Mehrheit zu verleihen, zeigt was für ein billiger Trick hier gefahren wird.
Im übrigen leben wir in einem Rechtsstaat, wo es für die Beurteilung derartiger Fälle entsprechende Institutionen gibt. Und wenn sich kein einziges Verfassungsschutzamt daran stört, weil auch das Bundesverfassungsgericht die JF klar als freiheitlich-demokratisch eingestuft hat, dann sollte man so eine Bewertung als Demokrat auch mal akzeptieren können, und nicht danach plötzlich meine persönlichen Kumpels in der Wissenschaft als allgemeingültige Quelle heranziehen.

Und noch was. Was soll eigentlich die Frage, warum die JF dort eine Gruppe braucht. Ich glaube Du hast StudiVZ nicht richtig verstanden. Nicht die JF hat dort eine Gruppe bei Holzbrink gebucht und installiert, sondern Nutzer von StudiVZ sahen das Bedürfnis eine Lesergruppe zu gründen.

Kommentar von Daniel
am 28. September 2008

@Frank: es geht doch Primär garnicht um die Gruppen der JF, sondern die Gruppen von “Pro Köln” und ihrem “Anti-Islamisierungskongress”. Die JF kritisiert, dass diese Gruppen gelöscht werden, ich hingegen kann das nachvollziehen. Im Schüler/StudiVZ darf genausowenig Rechtsextreme Propaganda betrieben werden wie auf offener Strasse oder in Staatlichen Bildungseinrichtungen etc.

Dein Vorwurf, die Leute vom StudiVZ hätten “eben mal schnell ihre Kumpels in der Politologie um Meinung gefragt” ist, salopp gesagt, grenzdebiler Schwachsinn. Der Wikipediaartikel über die “Junge Freiheit” beginnt mit
“Die Junge Freiheit ist eine deutsche Wochenzeitung für Politik und Kultur. Sie versteht sich als unabhängiges, konservatives Medium. Politologen ordnen sie mehrheitlich als Sprachrohr der „Neuen Rechten“ mit einer „Scharnier-“ oder „Brückenkopf“-Funktion zwischen demokratischem Konservatismus und Rechtsextremismus ein.”,
belegt durch das Buch “Wolfgang Gessenharter/Thomas Pfeiffer: ‘Die Neue Rechte – Eine Gefahr für die Demokratie?’ Wiesbaden 2004″.

“Und noch was” Rechtsstaat heisst nicht Rechtsstaat, weil Rechtsextremes Gedankengut hier erwünscht ist.

Nazis Raus. Aus dem Universum.

Kommentar von Christoph Bauer
am 28. September 2008

das ist die erste gute Nachricht vom VZ die ich seit langem höre…

wenn ihr gerade dabei seit, könnt ihr die vielen burschenschaften in österreich nicht auch alle löschen? ;-) oder so gruppen wie “deutsche panzer sind die besten” mal genauer anschauen? oder die “anti-anti-burschenschaftler”-gruppe.

da tummelt sich noch viel zu viel braunes gedankengut…

Kommentar von Michael P.
am 28. September 2008

richtig so!

bloss weg mit den rechten schweinen -.-

und @ christroph
mach ne liste und sende sie an die Blogger die leiten das sicher gerne weiter ;-)

Kommentar von Frank
am 28. September 2008

Wenn Du feststellst, daß Wikipedia sich auf EIN Buch bezieht, um daraus einen Schluß für die MEHRHEIT aller Politologen zu ziehen, dann gibst Du mir ja im Grunde auch noch Recht. Ich kann hier auch andere Politologen nennen, die das Gegenteil behaupten. Im übrigen ist es auch klar, daß wissenschaftliche Studien immer gemacht werden, um etwas zu problematisieren. Es gibt ja auch kaum Studien über die PDS/Linkspartei/Die Linke die das Ergebnis haben, daß es sich um eine total normale Mainstreampartei handelt. Im übrigen ist Wikipedia auch im politischen Bereich nur sehr schlecht zu gebrauchen, da die Administratoren extrem viel Macht haben, und diese dann ja nach Gusto häufig durch Jahrelange undemokratische Änderungssperren ausspielen. Das wurde im übrigen auch immer wieder von links kritisiert.

@ Michael P.
Genau. Alle Rechten sofort verbieten. Und dann bitte auch noch die Mitte, weil der Extremismus nach Meinung vieler Politologen ja in Wahrheit aus der Mitte kommt.

Demokratie ist dann erreicht, wenn es nur noch Linke gibt. Deshalb hieß die Deutsche Demokratische Republik ja auch genauso, und anscheinend gibt es doch immer noch eine ganze Menge an Leuten, die immer noch nicht verstanden haben was Demokratie eigentlich ist und wie es funktioniert. Bestimmt nicht, indem man alle anderen Meinungen verbietet, und deren Anhänger am Schluß womöglich auch noch einsperrt. Es gibt in Deutschland ganz klare Grenzen der Meinungsfreiheit (Holocaust-Leugnung, Volksverhetzung usw.), aber es kann ja wohl nicht sein, daß einem die Meinung schon verboten wird, wenn man nicht Links ist.
Im übrigen ist bei StudiVZ zu meinem Leidwesen die Toleranz gegenüber antisemitischen, islamistischen und linksextremistischen Gruppen geradezu grenzenlos. Man kann sich diesbezüglich eigentlich gar nicht daneben benehmen. Warum werden hier eigentlich nie Grenzen aufgezeigt, selbst wenn bestimmte Gruppe in sämtlichen deutschen Verfassungsschutzberichten stehen?

Kommentar von Schnappi
am 29. September 2008

Ich denke es ist einfach allgemein ein großes Problem die Gruppen auf so einer Riesenplattform zu kontrollieren. Deswegen fände ich persönlich es auch besser, dass lieber eine Gruppe zuviel, als eine zu wenig gelöscht wird.

Just m2c

Kommentar von Michel
am 29. September 2008

Ich finde es auch falsch, wenn andere Radikale Gruppen oder Gruppen mit antisemitischen Inhalten nicht gelöscht werden, natürlich müssen auch linke Gruppen gelöscht werden, wenn diese gegen geltendes Recht oder die von StudiVZ selbst festgelegten Bestimmungen verstoßen (Ich denke dabei auch an die “Pro Dschihad” Gruppen oder Rassistische Gruppen gegen Kurden oder andere Minderheiten).

Allerdings muss man auch sehen, dass StudiVZ ein privates Unternahmen ist, dass auf seinen Plattformen löschen darf, was es will. Und bei rechten Gruppen ist das Problem mit der öffentlichen Wahrnehmung viel Größer und StudiVZ hat wohl auch Angst, dass SpOn wieder schreibt, StudiVZ sei ein Naziforum oder ähnliches.

Es gibt übrigens genug linke und rechte Gruppen, die meiner Meinung nach gelöscht werden sollten, oft werden auch linke und rechte Gruppen gelöscht, aber erstgenannte schreien nicht gleich “ZENSUR”.

Kommentar von Sempie
am 29. September 2008

Mich erinnert das System nach welchem im Svz die Legalität von geschriebenem Gedankengut festgelegt wird stark an den Stalinismus.

Oft habe ich mitbekommen das Personen gelöscht wurden, die ihrer patreotischen(!!!) Ansicht keine Schranken gestellt haben, und dennoch nie beleidigend oder Diskriminierend waren.

Wenn man von solchen Fällen berichtet, soll man doch einen Beweis liefern, aber wie, wenn die Person schon gelöscht ist, und der Inhalt etweiiger Textstellen nicht mehr zugeordnet werden kann?

Prinzipiell finde ich es sehr gut das versucht wird, auf ein friedliches miteinander zu achten, aber die Werte an denen Gut un Böse gemessen werden, sind meiner meinung nach falsch!

“Scheiß Kanacken” ist meiner meinung nach durchaus ein Grund zum Löschen, aber was ist mit der anderen Seite?
Ich habe noch nie mitbekommen das jemand wegen Phrasen wie “Haut den scheis Glatzen mit dem Baseballschläger in die Fresse” gelöscht wurde, obwohl hier meiner Meinung nach ein viel schlimmerer Inhalt vorliegt.

Also bitte, Extreme sind immer schlecht, nicht nur auf der rechten Seite.

Einen Kommentar hinterlassen

Durch das Absenden des Kommentars erklärst du dich mit unseren Kommentarrichtlinen einverstanden

Unsere Gruppen

In MeinVZ
In SchülerVZ
In StudiVZ

Übrigens...

VZlog ist kein Angebot von VZnet Netzwerke Ltd. oder anderen Unternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Sonst noch was?

Beiträge RSS Feed
Kommentare RSS Feed
Twitter